Deutsche Pfandbriefbank mit Super-Dividende?

Aktionäre der Deutschen Pfandbriefbank könnten sich im kommenden Jahr über eine kräftige Dividenden-Ausschüttung freuen. Denn das Institut plant, eine Sonderdividende zusätzlich zu der regulären Dividende auszuschütten. Das Geld dafür kommt aus den Rückzahlungen des Engagements bei der österreichischen HETA.

© Deutsche Pfandbriefbank
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Falls Sie das ganze Hickhack nicht verfolgt haben: Bekanntlich war das österreichische Kreditinstitut Hypo Alpe Adria pleite gegangen. Die dadurch ausfallgefährdeten Anleihen des Institutes gingen in die HETA Asset Resolution über. Lange Zeit verhandelte der österreichische Staat und das Bundesland Kärnten, das für diese Anleihen eigentlich garantierte, mit den Gläubigern, darunter auch deutsche Institute wie die Commerzbank und eben auch die Deutsche Pfandbriefbank.

Abfindung aus HETA-Engagement könnte ausgeschüttet werden

Vor kurzen einigten sich die Beteiligten auf ein Abfindungsmodell, das für die Gläubiger grundsätzlich sehr positiv ausfiel. Zumal viele ihr Engagement bei der Hypo Alpe Adria schon zu einem Großteil abgeschrieben hatten. Aus diesen Sonder-Einnahmen will die Pfandbriefbank nun im kommenden Jahr eine Sonderausschüttung vornehmen. Die Bank hat diesbezüglich schon angekündigt, einen Teil des Geldes für andere Zwecke zurückzulegen. Der Rest könnte insgesamt nach Steuern ausgeschüttet werden.

Entsprechend der Steuerquote und der Anzahl der Aktien könnte dies eine Ausschüttung von bis zu 0,56 € je Aktie bedeuten. Wenn die Deutsche Pfandbriefbank bei ihrer bisherigen Ausschüttungsquote auf das normale Ergebnis bleibt, kämen weitere 0,41 € pro Aktie obendrauf. In der Summe winkt also den Aktionären eine Dividende für das laufende Geschäftsjahr von bis zu 0,97 € pro Aktie. Das entspräche auf Basis der aktuellen Kurse einer Dividendenrendite von fast 10 %.

Deutsche Pfandbriefbank: Geschäft derzeit eher holprig

Natürlich hat die ganze Sache einen Haken. Denn grundsätzlich zeigt sich die Bank derzeit operativ eher schwächer. So meldete das Institut für die ersten neun Monate des laufenden Jahres einen Rückgang beim Zinsüberschuss von rund 10 %. Das Neugeschäft lag mit 1,8 Milliarden € dabei deutlich unter den Werten des Vorjahresquartals damals 3 Milliarden €.

Insofern könnte es sein, dass sowohl bei der normalen Ausschüttungsquote als auch bei der Sonderdividende Abstriche gemacht werden. Aber angesichts der dann immer noch sehr hohen Dividendenrendite bliebe ein Investment in dieses Wertpapier weiterhin extrem interessant.

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