Deutsche Post mit einem neuen Börsenkandidaten unterwegs?

Nach dem rasanten Erfolg ihres StreetScooters erwägt die Deutsche Post offenbar, den Hersteller des Elektro-Lieferwagens an die Börse zu bringen. Nach Aussagen des zuständigen Post-Vorstands Jürgen Gerdes sei ein Börsengang denkbar. Bereits in zwei bis drei Jahren könnten die Aktien des Fahrzeugherstellers für Anleger handelbar sein.

Bei der Einweihung eines neuen Werks zur Produktion des StreetScooters sprach Gerdes ganz offen über mögliche Ambitionen in Richtung Börse. Jedoch sei in der Sache noch nichts entschieden und auch eine Partnerschaft mit einem großen Autobauer oder der Einstieg von Finanzinvestoren könne infrage kommen. Da die Deutsche Post nach wie vor selbst der größte Abnehmer der Elektrotransporter ist, wolle man auch in Zukunft bei allen Fragen rund um den StreetScooter mitreden und nichts tun, was die Flotte „in Unsicherheit bringen würde.“

Auch britische Milchmänner fahren StreetScooter

Seit der Vorstellung des ersten StreetScooters im Jahr 2012 hat sich der flinke Transporter zu einem echten Erfolgsmodell entwickelt. Nachdem sich die Deutsche Post sämtliche Anteile an der StreetScooter GmbH gesichert hatte, wurde die Modellpalette in den letzten Jahren kontinuierlich erweitert. Heute hat die Deutsche Post über 6.000 der Elektromobile im Einsatz. Vor kurzem hatte der Kauf von 200 Fahrzeugen durch den britischen Milchlieferservice Milk & More für Aufsehen gesorgt. Hierbei handelte es sich um den ersten Großauftrag eines einzelnen ausländischen Kunden.

Fahrzeughersteller erhöht Kapazitäten deutlich

Um der wachsenden Nachfrage nach den modernen Elektrotransportern gerecht zu werden, hat StreetScooter seine Produktionskapazitäten mit der zweiten Fabrik in Düren deutlich erhöht. Ziel des Unternehmens ist es, bis zu 20.000 der Fahrzeuge im Jahr herzustellen. Bisher laufen jährlich etwa 10.000 Transporter im ersten Werk in Aachen vom Band.

Auf mittlere Sicht beabsichtigt die Deutsche Post, ihre rund 50.000 Fahrzeuge durch elektrisch betriebene Modelle zu ersetzen und diese nur mit Strom aus regenerativen Energien zu versorgen. Wie Post-Vorstand Appel bereits angekündigt hatte, wolle der Konzern den CO2-Ausstoß bis 2050 auf Null reduzieren.

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