Deutsche Post vermiest Anlegern das Wochenende

Mit einer Gewinnwarnung hat die Deutsche Post heute ihren Anlegern gehörig die Laune vermiest. Die Aktie ging in den freien Fall. Zudem dreht das Unternehmen noch an der Preisschraube für seine Kunden.

Aufgrund einer schwachen Entwicklung im deutschen Brief- und Paketgeschäft, senkten die Bonner heute ihre Gewinnprognosen für das laufende Geschäftsjahr.

Deutsche Post senkt Gewinnprognose

Die Deutsche Post rechnen für 2018 nunmehr nur noch mit einem Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit) von rund 3,2 Milliarden Euro. Bislang wurden vom Konzern noch 4,15 Milliarden Euro anvisiert. Das bereinigte Ebit im Bereich Post – eCommerce – Parcel soll nun nur noch 1,1 anstatt 1,5 Milliarden betragen. Das kam bei den Aktionären nicht gut an. Die Aktie fiel teilweise auf den tiefsten Stand seit Ende 2016.

Allerdings bestätigte der Briefversender den Mittelfristausblick bis 2020. “Wir konzentrieren uns darauf, unsere strategischen und finanziellen Ziele für 2020 zu erreichen und unsere Divisionen auf eine erfolgreiche Geschäftsentwicklung in den kommenden Jahren auszurichten. Wir nehmen jetzt bewusst kurzfristige negative Ergebniseffekte in Kauf, um langfristig nachhaltiges Wachstum zu sichern”, sagte CEO Frank Appel.

Neue Vorruhestandsregelung

Zudem muss der Konzern investieren. Er will rund 400 Millionen Euro bereitstellen, damit verbeamtete Mitarbeiter vorzeitig ihren Ruhestand antreten. Um wie viele Beamte es hier geht und wie viele Stellen letztlich wegfallen werden, wollte Appel noch nicht abschätzen. “Das tut uns in diesem Jahr sehr weh”, sagte er gegenüber der Presse.

Und um im hart umkämpften Markt weiterhin bestehen zu können, sieht sich der Konzern ebenfalls dazu gezwungen, die Preise anzuheben. “Das stark wachsende Paketvolumen hat auch zu einer hohen Anspannung in der Organisation geführt. Aus dem Grunde sehen wir uns insgesamt deutlich steigenden Kosten gegenüber, die uns ohne ausgleichende Preise dieses Jahr vor erhebliche Herausforderungen stellen.”

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