Deutsche Rohstoff Aktie: 148,7 Millionen Euro Liquidität

Deutsche Rohstoff profitiert von Beteiligungsverkauf und plant Produktionsausbau in den USA. Die Bilanz wird robuster.

Die Kernpunkte:
  • Sonderertrag aus Almonty-Verkauf
  • Operativer Fokus auf US-Produktion
  • Bilanzielle Stärkung durch Mittelzufluss
  • Aktie nahe am jüngsten Hoch

Deutsche Rohstoff hat den nächsten Kurstreiber geliefert. Der jüngste Gewinnsprung sieht auf den ersten Blick spektakulär aus, kommt aber nicht allein aus dem laufenden Geschäft. Genau darin liegt die eigentliche Botschaft: Ein Sonderertrag stärkt die Bilanz, während das operative Geschäft in den USA hochgefahren werden soll.

Die Aktie notiert am Mittwoch bei 101,80 Euro. In den vergangenen 30 Tagen steht ein Plus von 15,55 Prozent zu Buche, seit Jahresanfang hat sich der Kurs um 104,42 Prozent erhöht. Das Papier bewegt sich damit nahe am jüngsten Hoch.

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Gewinnsprung mit Sonderfaktor

Im ersten Quartal 2026 erzielte Deutsche Rohstoff ein Ergebnis je Aktie von 21,59 Euro. Im Vorjahreszeitraum waren es 2,60 Euro. Der Abstand ist groß, die Erklärung aber klar: Der Konzern profitierte stark von einem Beteiligungsverkauf.

Konkret geht es um die Teilveräußerung der Beteiligung an Almonty Industries. Daraus entstand ein Sonderertrag von rund 97 Millionen Euro. Verkauft wurden rund 9 Millionen Aktien dieser Beteiligung.

Auch die Konzernzahlen zeigen den Effekt deutlich. Das Konzernergebnis stieg auf 103,4 Millionen Euro, während der Umsatz auf 43,9 Millionen Euro zurückging. Das EBITDA verbesserte sich auf 126,0 Millionen Euro.

Der Umsatzrückgang passt nicht auf den ersten Blick zum Gewinnsprung. Er erklärt sich aber durch geringere Investitionen im Vorjahr und ein schwächeres Preisumfeld zu Jahresbeginn. Der Ergebnisschub ist damit weniger ein Zeichen für explodierende operative Margen als für einen starken bilanziellen Hebel.

Bilanz wird deutlich robuster

Wichtiger als der reine Quartalsgewinn ist die neue finanzielle Ausgangslage. Der Mittelzufluss verschafft dem Unternehmen mehr Spielraum für Bohrprogramme, Rückkäufe und mögliche weitere Investitionen. Das nimmt Druck aus der Bilanz.

Die liquiden Mittel aus Bankguthaben und Wertpapieren stiegen auf 148,7 Millionen Euro. Die Nettofinanzverbindlichkeiten sanken auf 80,5 Millionen Euro, nach 146,3 Millionen Euro zum Jahresende.

Auch die Kennzahlen wirken entspannter. Das Verhältnis von Nettoverschuldung zu EBITDA fiel auf 0,4. Die Eigenkapitalquote lag zum Quartalsende bei 47,8 Prozent. Das bereits im April gestartete Aktienrückkaufprogramm läuft parallel zum Investitionsprogramm weiter.

Produktion soll anziehen

Operativ richtet sich der Blick nun auf die USA. In der US-Tochter sind derzeit drei Bohrgeräte im Einsatz. Die durchschnittliche Tagesproduktion lag im Auftaktquartal bei 12.322 Barrel Öläquivalent und soll in der zweiten Jahreshälfte auf über 20.000 Barrel steigen.

Der Vorstand hält an der Gesamtprognose fest. Erwartet wird ein Umsatz zwischen 260 und 280 Millionen Euro. Damit bleibt der Beteiligungsverkauf nicht der einzige Treiber der Jahresplanung.

Beim EBITDA peilt das Unternehmen eine Spanne von 290 bis 310 Millionen Euro an. Unterstellt ist dabei ein WTI-Ölpreis von 75 US-Dollar je Barrel für den weiteren Jahresverlauf. Damit hängt der operative Teil der Story weiter sichtbar am Rohstoffumfeld.

Im Juni folgen auf der Hauptversammlung weitere Details, im August steht der Halbjahresbericht an. Bis dahin dürfte der Markt vor allem prüfen, ob der geplante Produktionshochlauf die starke Kursentwicklung operativ unterfüttert.

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