Deutsche Rohstoff Aktie: First Berlin hebt Kursziel

Deutsche Rohstoff bestätigt die Jahresziele, während First Berlin Umsatz- und EBITDA-Schätzungen sowie das Kursziel auf 125 Euro anhebt.

Die Kernpunkte:
  • Aktie steigt auf 89,70 Euro
  • Neun Bohrlöcher im zweiten Quartal
  • 23 weitere Bohrlöcher bis Jahresende
  • First Berlin hebt Kursziel an

Am heutigen Dienstag verzeichnet die Aktie der Deutsche Rohstoff einen Kursanstieg von 3,0 Prozent und notiert bei 89,70 Euro. Damit setzt das Papier seinen positiven Trend fort und liegt aktuell rund 6,8 Prozent über seinem 50-Tage-Durchschnitt von 83,99 Euro. Getragen wird die Marktbewegung von einer operativen Dynamik, die sich insbesondere in einer deutlichen Ausweitung der Bohraktivitäten in den USA widerspiegelt.

Massive Ausweitung der Bohrungen bis zum Jahresende

Medienberichten zufolge hat das Unternehmen seine operativen Ziele für das laufende Geschäftsjahr bekräftigt. Im zweiten Quartal 2026 sind bereits neun neue Bohrlöcher in Betrieb gegangen. Dies markiert jedoch nur den Auftakt für eine deutlich intensivere Phase der Erschließung: Bis zum Ende des Kalenderjahres sollen insgesamt 23 weitere Bohrlöcher die Produktion aufnehmen. Diese hohe Taktung bei den Neuanschlussraten unterstreicht das Bestreben des Konzerns, das Fördervolumen zeitnah zu steigern.

Diese Entwicklung findet vor dem Hintergrund einer stabilen Rohstoffmarktlage statt. Während globale Akteure wie die OPEC+ ihre Förderpolitik zuletzt weitgehend unverändert ließen, konzentriert sich die Deutsche Rohstoff auf die effiziente Nutzung ihrer bestehenden Flächenkapazitäten. Die Umsetzung des Bohrprogramms gilt als zentraler Faktor für die Erreichung der gesteckten Finanzziele für die zweite Jahreshälfte.

Finanzkennzahlen und Prognosen für 2026

Die am 26. August veröffentlichten Ergebnisse für das zweite Quartal untermauern die finanzielle Basis für das Wachstum. Das Unternehmen erwirtschaftete in diesem Zeitraum einen Umsatz von 66,1 Millionen Euro. Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) belief sich auf 79,2 Millionen Euro.

Angesichts dieser Zahlen bestätigte die Geschäftsführung die Prognose für das Gesamtjahr 2026, die einen Umsatz zwischen 300 Millionen Euro und 320 Millionen Euro sowie ein EBITDA in einer Spanne von 380 Millionen Euro bis 400 Millionen Euro vorsieht.

Auffällig ist dabei die Einschätzung von Marktbeobachtern, die teils über die offiziellen Unternehmensziele hinausgehen. Analysten von First Berlin Equity Research hoben am 26. August ihre eigenen Schätzungen für das Gesamtjahr an und erwarten nun einen Umsatz von 338,6 Millionen Euro sowie ein EBITDA von 406,4 Millionen Euro. Diese optimistische Sichtweise begründet das Analysehaus unter anderem mit der positiven Entwicklung der Öl-Futures-Kurve sowie einer Wertsteigerung bei den verbliebenen Beteiligungen des Konzerns, etwa an Almonty.

Analysten erhöhen Kursziele

In der Folge dieser operativen und finanziellen Fortschritte haben die Experten von First Berlin Equity Research ihr 12-Monats-Kursziel für die Deutsche Rohstoff am 26. August von zuvor 115,00 Euro auf 125,00 Euro angehoben.

Die Kaufempfehlung für den Titel wurde in diesem Zuge ausdrücklich bestätigt. Neben dem operativen Kerngeschäft in der Öl- und Gasförderung spielt laut den Analysten auch der Werterhalt strategischer Beteiligungen eine wichtige Rolle für die Bewertung des Konzerns.

Anleger erhalten in Kürze die Gelegenheit, detailliertere Einblicke in die Strategie zu gewinnen. Das Unternehmen hat seine Teilnahme an der German Fall Conference angekündigt. Dort wird CFO Henning Döring das Unternehmen vertreten und voraussichtlich weitere Details zur Umsetzung des verbleibenden Bohrprogramms sowie zur finanziellen Steuerung für das vierte Quartal erläutern.

Die Präsenz auf solchen Kapitalmarktkonferenzen dient regelmäßig dazu, die Sichtbarkeit bei institutionellen Investoren zu erhöhen und die langfristigen Wachstumsziele im Rohstoffsektor zu kommunizieren.

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