Deutsche Telekom: 7.500 Beschäftigte streiken bundesweit
Trotz massiver Warnstreiks in Deutschland stützt das starke US-Geschäft von T-Mobile den Aktienkurs der Telekom.

- Ver.di weitet Warnstreiks aus
- T-Mobile US übertrifft Erwartungen
- Aktienrückkaufprogramm angekündigt
- Entscheidende Tarifrunde im Mai
Starke Zahlen in den USA stützen den Kurs, während in Deutschland die Streikposten wachsen. Bei der Deutschen Telekom prallen derzeit zwei Welten aufeinander. Ein ungelöster Tarifkonflikt legt Teile des Inlandsbetriebs lahm. Die Börse honoriert derweil unbeeindruckt die finanzielle Substanz des Gesamtkonzerns.
Warnstreiks und verhärtete Fronten
Die Gewerkschaft ver.di macht ernst. Nachdem die Arbeitgeberseite Ende April in der zweiten Verhandlungsrunde erneut kein Angebot vorlegte, rollte eine Streikwelle durch die Republik. Über 7.500 Beschäftigte legten in den vergangenen Tagen die Arbeit nieder. Die Ausstände begannen im Norden sowie Osten und erfassten schließlich alle Bundesländer. Das sorgt für spürbare Einschränkungen im Kundenservice und bremst den Netzausbau.
Die Forderungen haben es in sich. Ver.di verlangt für die Zehntausenden Tarifbeschäftigten ein Lohnplus von 6,6 Prozent. Hinzu kommt ein geforderter Mitgliederbonus von 660 Euro jährlich. Auch Auszubildende und dual Studierende sollen spürbar mehr Geld erhalten.
Wasser auf die Mühlen der Gewerkschaft ist das geplante Aktienrückkaufprogramm. Das Management will eigene Papiere im Wert von zwei Milliarden Euro erwerben. Investoren schätzen solche Maßnahmen zur Kurspflege. Arbeitnehmervertreter sehen darin den Beweis, dass ausreichend finanzieller Spielraum für höhere Löhne existiert.
US-Tochter stützt den Kurs
An der Börse perlt der Arbeitskampf bislang ab. Die T-Aktie verabschiedete sich am Donnerstag mit einem moderaten Plus bei 27,57 Euro in den Mai. Auf Wochensicht hielt das Papier sein Niveau. Der Grund für die Gelassenheit der Anleger liegt jenseits des Atlantiks.
T-Mobile US lieferte im ersten Quartal starke Zahlen. Die amerikanische Tochtergesellschaft steigerte ihre Serviceumsätze im Jahresvergleich um gut fünf Prozent. Erlöse von 20,5 Milliarden US-Dollar übertrafen die Erwartungen der Analysten. Das starke US-Geschäft untermauert den Jahresausblick des Gesamtkonzerns.
Ein dichten Nachrichtenmonat
Der Mai bringt nun die Entscheidung an mehreren Fronten. Am 11. und 12. Mai treffen sich Gewerkschaft und Arbeitgeber zur dritten Verhandlungsrunde. Legt die Telekom auch hier kein verhandlungsfähiges Angebot vor, droht eine Ausweitung der Warnstreiks auf weitere Unternehmensbereiche. Ende des Monats steht bereits ein vierter Termin im Kalender.
Parallel dazu rücken wieder die harten Finanzkennzahlen in den Mittelpunkt. Am 13. Mai präsentiert der Vorstand den Konzernbericht für das abgelaufene Vierteljahr. Liefert das operative Geschäft in Europa ähnlich solide Ergebnisse wie die US-Tochter, dürfte der deutsche Tarifkonflikt für Aktionäre ein Nebenschauplatz bleiben.
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