Deutsche Telekom: 908.705 Aktien zwischen 1. und 3. Juli
Die Telekom setzt ihr milliardenschweres Aktienrückkaufprogramm fort, während der Kurs nahe dem Jahrestief notiert. Analysten sehen darin ein Signal an die Aktionäre.

- Rückkauf von 908.705 Aktien
- Kurs nahe Jahrestief von 23,54 Euro
- Programm läuft bis Ende September
- Glasfaserprojekt in Nordrhein-Westfalen
Die Deutsche Telekom kauft weiter eigene Aktien zurück – mitten in einer schwachen Kursphase. Zwischen dem 1. und 3. Juli erwarb der Konzern 908.705 eigene Aktien. Der Preis dafür: rund 22,48 Millionen Euro. Ausgerechnet jetzt notiert das Papier nur wenige Prozent über seinem Jahrestief.
Details des Rückkaufprogramms
Der Kauf lief ausschließlich über den elektronischen Handel der Frankfurter Börse Xetra. Ein beauftragtes Kreditinstitut wickelte die Transaktionen für die Deutsche Telekom ab.
Das aktuelle Programm läuft noch bis Ende September. Bis dahin will der Konzern Aktien im Wert von bis zu 560 Millionen Euro kaufen – maximal 23,5 Millionen Stück. Der Gesamtrahmen reicht bis Jahresende 2026. Insgesamt sind bis zu zwei Milliarden Euro für den Rückkauf vorgesehen.
Weniger frei handelbare Aktien am Markt können den Gewinn je Aktie rechnerisch steigern. Genau das dürfte das Kalkül hinter dem Programm sein.
Kursbild bleibt unter Druck
Der Schlusskurs lag am Mittwoch bei 25,54 Euro. Kurzfristig zeigt sich eine kleine Erholung: Auf Wochensicht steht ein Plus von 1,35 Prozent. Der 30-Tage-Blick relativiert das schnell wieder – hier steht ein Minus von 8,10 Prozent.
Seit Jahresanfang hat die Aktie 8,36 Prozent verloren. Auf Zwölfmonatssicht wächst das Minus auf 17,88 Prozent. Die Volatilität bleibt mit 29,48 Prozent erhöht.
Vom 52-Wochen-Hoch bei 34,35 Euro trennen die Aktie mittlerweile 25,65 Prozent. Die Marke stammt vom 27. Februar.
Der jüngste Kursverlauf zeigt aber auch die Gegenrichtung. Erst am 30. Juni fiel der Kurs auf sein Jahrestief von 23,54 Euro. Seither hat er sich um 8,50 Prozent erholt.
Netzausbau läuft weiter
Trotz des schwachen Kurses treibt die Deutsche Telekom den Ausbau der Infrastruktur voran. In Nachrodt-Wiblingwerde übernimmt der Konzern ein zuvor gestopptes Glasfaserprojekt. Rund 2.000 Haushalte und Betriebe sollen einen Anschluss erhalten. Der Baubeginn ist spätestens für Oktober geplant.
Die US-Tochter T-Mobile US treibt parallel den Netzumbau voran. Der Anbieter schaltet sein 2G-Netz am 3. August ab. Die frei werdenden Frequenzen sollen künftig 5G- und 6G-Dienste versorgen.
Die nächsten Quartalszahlen veröffentlicht die Deutsche Telekom am 6. August. Bis dahin bleibt der laufende Aktienrückkauf das sichtbarste Signal des Managements an die Aktionäre – trotz eines Kurses, der sich seit Jahresbeginn kaum erholt hat.
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