Deutsche Telekom: 909.000 Aktien zurückgekauft

Die Deutsche Telekom treibt ihr milliardenschweres Aktienrückkaufprogramm weiter voran, obwohl der Aktienkurs deutlich unter seinen Jahreshöchstständen notiert.

Die Kernpunkte:
  • Rückkauf von 909.000 Aktien im Juli
  • Drittes Tranche des 2-Milliarden-Programms
  • Kurs liegt 26% unter Jahreshoch
  • Rückkäufe unabhängig vom Kursniveau

Die Deutsche Telekom kauft weiter eigene Aktien zurück. Der Konzern erwarb zwischen dem 1. und 3. Juli 2026 rund 909.000 eigene Aktien. Der Kaufpreis lag bei knapp 22,5 Millionen Euro, der gewichtete Durchschnittskurs bei 24,74 Euro je Aktie.

Die Transaktionen liefen ausschließlich über Xetra. Sie gehören zur dritten Tranche des Aktienrückkaufprogramms 2026, das der Vorstand im November 2025 beschlossen hat.

Drei Tranchen, eine Milliarde Euro

Das Gesamtprogramm hat ein Volumen von bis zu 2 Milliarden Euro. Gestartet ist es am 5. Januar 2026, enden soll es spätestens Ende des Jahres. Die Basis dafür legte die Hauptversammlung im April 2025.

Die ersten beiden Tranchen sind bereits abgeschlossen. In der ersten Phase von Januar bis März kaufte die Telekom rund 15,6 Millionen Aktien für etwa 471 Millionen Euro. Die zweite Tranche von April bis Juni brachte weitere 19,4 Millionen Aktien für rund 543 Millionen Euro.

Macht in Summe: über 35 Millionen eigene Aktien für mehr als eine Milliarde Euro. Die aktuelle dritte Tranche läuft bis spätestens 30. September und hat ein Volumen von bis zu 560 Millionen Euro. Der Großteil der zurückgekauften Aktien wird eingezogen, ein kleinerer Teil dient der Vorstandsvergütung und Mitarbeiterbeteiligung.

Kurs bleibt unter Druck

Die Rückkäufe laufen in einer schwierigen Marktphase für die Aktie. Der Schlusskurs lag am Donnerstag bei 25,29 Euro. Das sind 26,38 Prozent weniger als das 52-Wochen-Hoch von 34,35 Euro Ende Februar.

Zum 52-Wochen-Tief von 23,54 Euro, erreicht Ende Juni, beträgt der Abstand nur 7,43 Prozent. Auf Monatssicht steht ein Minus von 11,20 Prozent, seit Jahresanfang sind es 9,26 Prozent. Der RSI von 39,4 deutet auf keine Überverkauft-Situation hin, bewegt sich aber im unteren Bereich.

Auch die gleitenden Durchschnitte zeigen die Schwäche: Der Kurs liegt 7,73 Prozent unter dem 50-Tage-Schnitt und knapp 12 Prozent unter dem 200-Tage-Durchschnitt. Bei einer Marktkapitalisierung von 124,53 Milliarden Euro bleibt das Rückkaufvolumen der dritten Tranche mit 560 Millionen Euro überschaubar.

Die Telekom setzt ihr Programm unabhängig vom Kursniveau fort. Bis Ende September fließen weitere Mittel in den Aktienrückkauf, die nächste Zwischenmeldung dürfte in den kommenden Wochen folgen.

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