Deutsche Telekom Aktie: 11,7% EBITDA-Wachstum bei T-Mobile
Charttechnisches Wendesignal und überzeugende Quartalszahlen von T-Mobile US lassen die Telekom-Aktie steigen. Analysten bleiben optimistisch.

- Hammer-Muster im Chart entdeckt
- T-Mobile US übertrifft Erwartungen
- Konzern kauft eigene Aktien zurück
- Zwischenbericht am 6. August erwartet
Die Deutsche Telekom hat eine schwierige Woche am Freitag mit einem Kurssprung beendet. Das Papier legte um 1,54 Prozent zu und schloss bei 26,45 Euro. Ein charttechnisches Warnsignal und starke Zahlen aus den USA sorgen jetzt für neue Hoffnung bei Anlegern.
Ein Hammer als Wendepunkt
Am Freitag zeigte der Chart ein sogenanntes Hammer-Muster. Analysten deuten dieses Candlestick-Signal oft als Ende eines Verkaufsdrucks. Die Aktie kletterte zudem über ihre 20-Tage-Linie bei rund 25,95 Euro.
Das langfristige Bild bleibt trotzdem angespannt. Zum 200-Tage-Durchschnitt von 28,66 Euro fehlen noch 7,70 Prozent. Der RSI von 49,3 zeigt aber: Die Aktie ist weder überkauft noch überverkauft. Das lässt Raum für weitere Erholung, sofern die Unterstützung bei 25,92 Euro hält.
T-Mobile US treibt die Erholung
Der eigentliche Auslöser für die Stabilisierung kam aus Übersee. Die US-Tochter T-Mobile US legte am Donnerstagabend Quartalszahlen vor, die den Konzern als Wachstumsmotor bestätigen.
Der Umsatz stieg um 7,9 Prozent auf 22,8 Milliarden US-Dollar. Das EBITDA wuchs sogar um 11,7 Prozent auf 9,5 Milliarden US-Dollar. Besonders wichtig für Anleger: T-Mobile US hob die Jahresprognose für den freien Cashflow an, auf eine Spanne von 18,4 bis 18,8 Milliarden US-Dollar.
Das Kundenwachstum fiel mit 277.000 neuen Postpaid-Verträgen etwas schwächer aus als im Vorjahr. Die hohe Profitabilität in den USA stützt trotzdem die Erwartungen an künftige Ausschüttungen und den Schuldenabbau der Konzernmutter.
Rückkäufe und Analysten-Bewertungen
Die Deutsche Telekom kauft parallel eigene Aktien zurück. Zwischen dem 13. und 17. Juli erwarb der Konzern rund 1,35 Millionen eigene Aktien zu einem Durchschnittskurs von 26,73 Euro. Solche Käufe signalisieren oft Vertrauen des Managements in die eigene Unterbewertung.
Die Deutsche Bank senkte am 21. Juli ihr Kursziel von 42 auf 40 Euro, bestätigte aber die Einstufung „Buy“. Die Ratingagentur Fitch hob zudem die Kreditwürdigkeit der Telekom auf „A-“ an. Das unterstreicht die verbesserte finanzielle Flexibilität durch die starke US-Sparte.
Der 6. August wird zum Test
Am 6. August 2026 legt die Deutsche Telekom ihren vollständigen Zwischenbericht für das zweite Quartal und das erste Halbjahr vor. Anleger erwarten dann Details dazu, wie stark der US-Dollar und die Cashflow-Dynamik aus Übersee die Bonner Bilanz beeinflussen. Hält die Unterstützung bei 25,92 Euro, könnte die aktuelle Erholung an Fahrt gewinnen.
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