Deutsche Telekom Aktie: 17 Kaufempfehlungen
17 Kaufempfehlungen und keine Verkaufsstimme bescheren der Teleaktie einen deutlichen Kurssprung. Rückkäufe stützen zusätzlich.

- Einhellige Kaufempfehlungen der Analysten
- Kurs legt um fast drei Prozent zu
- Aktienrückkaufprogramm stützt die Aktie
- Quartalszahlen am 6. August erwartet
17 Kaufempfehlungen, keine einzige Verkaufsstimme. Ein solcher Analystenkonsens ist selten. Bei der Deutschen Telekom sorgt er am Freitag für einen der stärksten Kurssprünge im gesamten DAX.
Die Aktie steigt um 2,81 Prozent auf 26,00 Euro. Am Donnerstag hatte das Papier noch bei 25,29 Euro geschlossen. Damit setzt sich eine Erholung fort, die seit dem Jahrestief am 30. Juni bereits mehr als 10 Prozent Kursgewinn gebracht hat.
Analysten sind sich einig wie selten
Den Ausschlag gab am Morgen JPMorgan. Die Bank bestätigte ihr „Overweight“-Rating mit einem Kursziel von 40 Euro. Zusammen mit den übrigen Einschätzungen ergibt das ein Bild, das im DAX ungewöhnlich ist: 17 Kaufempfehlungen stehen null Verkaufsempfehlungen gegenüber. Der Konsens lautet „Strong Buy“.
Diese Geschlossenheit fällt in eine Phase, die für die Telekom-Aktie alles andere als einfach war. Ende Juni markierte der Titel als schwächster DAX-Wert ein neues Jahrestief. Zwei Belastungsfaktoren drückten wochenlang auf den Kurs: die wachsende Konkurrenz durch SpaceX und Spekulationen über eine mögliche Fusion mit T-Mobile US.
Nicht alle Häuser teilen den Optimismus in gleichem Maß. Barclays senkte kürzlich sein Kursziel. Als Gründe nennt die Bank ein schwierigeres Wettbewerbsumfeld in den USA, die zunehmende Konkurrenz durch Satellitenanbieter sowie das Risiko einer möglichen Holding-Struktur mit T-Mobile US. Auch Barclays bleibt aber grundsätzlich positiv gestimmt.
Rückkäufe stützen den Kurs
Neben der Analystenzuversicht wirkt ein zweiter Faktor: das laufende Aktienrückkaufprogramm. Es hat ein Gesamtvolumen von 2 Milliarden Euro für 2026 und schafft kontinuierliche Nachfrage nach der Aktie.
Allein zwischen dem 1. und 3. Juli kaufte der Konzern im Rahmen der dritten Tranche 908.705 eigene Aktien zurück. Für diese Tranche sind bis Ende September 560 Millionen Euro über Xetra vorgesehen. Die Kombination aus Rückkäufen und breiter Analystenzustimmung wirkt nach Wochen der Schwäche wie ein erster spürbarer Stimmungsumschwung.
Trotz der Erholung bleibt die Aktie weit von ihrem 52-Wochen-Hoch entfernt. Am 27. Februar hatte das Papier noch bei 34,35 Euro notiert – aktuell fehlen rund 24 Prozent bis zu diesem Niveau. Auf Jahressicht steht weiterhin ein Minus von knapp 7 Prozent zu Buche.
Nächster Stimmungstest im August
Der 6. August wird zur nächsten wichtigen Wegmarke. Dann legt die Deutsche Telekom ihre Zahlen zum zweiten Quartal vor. Bis dahin dürften Aktienrückkäufe, Analystenrückhalt und die anhaltenden Spekulationen um T-Mobile US die Kursrichtung bestimmen.
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