Deutsche Telekom Aktie: 200 Millionen Zuschauer bei WM 2026

MagentaTV erreicht über 200 Millionen Zuschauer bei der WM 2026. Die Telekom sichert sich zudem Rechte für Frauen-WM 2027 und EM 2028.

Die Kernpunkte:
  • Rekordreichweite von über 200 Millionen Zuschauern
  • Sicherung der Übertragungsrechte für zwei weitere Turniere
  • Aktie legt um 1,87 Prozent auf 27,20 Euro zu
  • Start der dritten Tranche des Aktienrückkaufprogramms 2026

Bei der EURO 2024 waren es noch 70 Millionen gewesen – die Deutsche Telekom kommt damit auf nahezu die dreifache Reichweite. Der Konzern sicherte sich zudem die Übertragungsrechte für die Frauen-WM 2027 sowie die Fußball-Europameisterschaft 2028.

Rekordreichweite als Signal für das Medien- und Netzgeschäft

Die Zahlen unterstreichen, wie stark die Telekom ihr Streaming- und Fernsehangebot rund um Großereignisse positioniert. Mit den neu gesicherten Rechten für die kommenden Turniere plant der Konzern offenbar, den eingeschlagenen Kurs fortzusetzen. Zusätzlich zur Sportberichterstattung treibt die Telekom technologische Zukunftsprojekte voran: Am selben Tag wurde bekannt, dass der Konzern die Leitung des EU-Projekts PETRUS2 übernimmt. Ziel ist der Aufbau einer grenzüberschreitenden Quantenkommunikations-Infrastruktur, bei der die Telekom mit Airbus, Thales und SES kooperiert. Einen Tag zuvor hatte das Unternehmen mit „Soofi S“ ein eigenes KI-Sprachmodell mit 31,6 Milliarden Parametern vorgestellt, das komplexe Kundenservice-Prozesse automatisieren soll.

Kursreaktion am Markt

Die Aktie reagierte auf die Nachrichtenlage mit einem Kursplus. Am Freitag notiert das Papier bei 27,20 Euro und legt damit um 1,87 Prozent zu. Trotz der jüngsten Erholung liegt der Kurs noch 5,27 Prozent unter dem 200-Tage-Durchschnitt, was auf einen mittelfristig noch nicht abgeschlossenen Erholungsprozess hindeutet.

Analysten mit unterschiedlichem Blick auf die Bewertung

UBS-Analyst Polo Tang bestätigte am 17. Juli seine Einstufung „Buy“ mit einem Kursziel von 36,20 Euro. Er begründet dies mit robusten operativen Trends im deutschen Kerngeschäft sowie positiven Impulsen durch die US-Tochter T-Mobile US. Barclays hatte bereits Anfang Juli sein „Overweight“-Rating bestätigt, das Kursziel jedoch von 39,50 auf 36,50 Euro gesenkt. Als Grund nannten die Analysten Wettbewerbsrisiken durch Satelliten-Breitband-Anbieter in den USA.

Rückkäufe, Regulatorik und Diskussion um Konzernstruktur

Parallel zur operativen Entwicklung treibt die Telekom ihr Aktienrückkaufprogramm voran. In der ersten Julihälfte erwarb der Konzern rund 2,3 Millionen eigene Aktien im Rahmen der dritten Tranche des 2-Milliarden-Euro-Programms für 2026. Das laufende Teilvolumen von 560 Millionen Euro läuft bis Ende September und war zum 1. Juli offiziell gestartet.

Regulatorisch steht die Telekom unter Zeitdruck: Seit dem 11. Juli gelten verbindliche Fristen für den Austausch von Huawei-Komponenten im deutschen 5G-Netz. Kritische Bauteile müssen bis Ende 2026 aus dem Kernnetz entfernt werden, wie Business Insider berichtete. Ebenfalls am 11. Juli berichtete die NZZ über Widerstand institutioneller Investoren, darunter DJE Kapital, gegen spekulierte Pläne für eine neue Holding-Struktur mit T-Mobile US, die die Bewertungslücke zwischen beiden Unternehmen schließen soll.

Anleger richten den Blick nun auf die kommenden Quartalstermine: Die Zahlen zum zweiten Quartal und ersten Halbjahr 2026 veröffentlicht die Telekom am 6. August, die Ergebnisse zum dritten Quartal folgen am 5. November.

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