Deutsche Telekom Aktie: 21 Prozent unter Februarhoch
Trotz steigender Gewinnprognosen und Milliarden-Rückkäufen fällt der Telekom-Aktienkurs deutlich. Der Markt bleibt skeptisch.

- Operatives Ergebnisziel auf 47,5 Milliarden Euro erhöht
- Aktienkurs fällt trotz positiver Unternehmensentwicklung
- Milliardenschweres Aktienrückkaufprogramm läuft
- Glasfaserausbau erreicht neue Meilensteine
Die operative Kasse klingelt, die Jahresziele steigen. Am Aktienmarkt verpufft diese Stärke völlig. Die Papiere der Deutschen Telekom notieren bei 26,95 Euro. Das entspricht einem Abschlag von mehr als 21 Prozent zum Jahreshoch aus dem Februar. Kurz gesagt: ein paradoxer Ausverkauf.
Volle Kassen, schwacher Kurs
Das Management peilt nun ein operatives Ergebnis von rund 47,5 Milliarden Euro an. Der Free Cashflow soll die Marke von 19,8 Milliarden Euro übertreffen. Zusätzlichen Rückenwind liefert die US-Tochter T-Mobile. Sie schüttet im dritten Quartal gut einen Dollar Dividende je Aktie aus.
An der Börse dominiert indes Skepsis. Auf Jahressicht verlor der Titel gut elf Prozent an Wert. Der Kurs rutschte spürbar unter die langfristige 200-Tage-Linie. Mit einem RSI-Wert von 34,8 nähert sich das Papier dem überverkauften Bereich.
Milliarden für Rückkäufe und Netze
Der Konzern stemmt sich massiv gegen den Abwärtstrend. Ein milliardenschweres Rückkaufprogramm stützt den Kurs. Bis zu zwei Milliarden Euro fließen in diesem Jahr in eigene Papiere. Seit April nahm das Unternehmen bereits über 13 Millionen Aktien vom Markt.
Parallel dazu treibt die Telekom den Glasfaserausbau voran. Allein Mitte Juni meldete der Konzern drei neue Meilensteine:
- Gablingen: Startschuss für über 2.300 neue Anschlüsse.
- Amberg: Beginn der Ausbauphase für ein gefördertes Regionalprojekt.
- Rhön-Grabfeld: Offizieller Abschluss des flächendeckenden Ausbaus in zwei Gemeinden.
Diese Projekte stützen das langfristige Ziel eines bundesweiten Vollausbaus. Aktuell erreichen die Bonner rund 12,7 Millionen Haushalte mit maximaler Bandbreite.
Ein wichtiger Termin folgt bereits am morgigen Freitag, den 19. Juni. Dann entscheidet die ver.di-Tarifkommission endgültig über das neue Vergütungspaket. Eine Zustimmung sichert dem Konzern Planungssicherheit bei den Personalkosten für die kommenden 33 Monate. Das könnte den Fokus der Investoren wieder auf die starken operativen Zahlen lenken.
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