Deutsche Telekom Aktie: 2,6 Prozent nach Kaufsignal
Technisches Kaufsignal und Aktienrückkäufe treiben die Telekom-Aktie. Analysten bleiben optimistisch vor den Halbjahreszahlen Anfang August.

- Kurs durchbricht 50-Tage-Linie nach oben
- Aktie erholt sich deutlich vom Juni-Tief
- Eigenes Rückkaufprogramm stützt den Kurs
- Analysten bewerten Titel weiterhin positiv
Zwei Tage, zwei kräftige Kursgewinne. Die Deutsche Telekom hat mit einem technischen Kaufsignal ihre Erholung vom Juni-Tief beschleunigt und notiert nun wieder klar über der 50-Tage-Linie. Ein Aktienrückkaufprogramm und positive Analystenstimmen stützen die Bewegung zusätzlich.
Ein Signal, zwei starke Handelstage
Am Montag kreuzte der Kurs der Telekom-Aktie den gleitenden 50-Tage-Durchschnitt nach oben. Chartanalysten werten solche Kreuzungen klassisch als Kaufsignal. Die Aktie reagierte prompt: Am Montag ging es um 2,6 Prozent nach oben, am Dienstag legte der Titel weitere 2,00 Prozent zu und schloss bei 27,53 Euro.
Damit liegt die Aktie jetzt 1,50 Prozent über ihrem 50-Tage-Durchschnitt. Zur 200-Tage-Linie fehlen aber noch fast 4 Prozent. Der Relative-Stärke-Index steht bei 57,8 — weder überkauft noch überverkauft, also noch Luft nach oben.
Erholung seit dem Juni-Tief
Die aktuelle Stärke ist Teil einer längeren Bewegung. Seit dem Jahrestief Ende Juni bei 23,54 Euro hat die Aktie fast 17 Prozent gutgemacht. Auf Jahressicht bleibt aber ein kleines Minus von knapp einem Prozent stehen, und zum bisherigen 52-Wochen-Hoch aus dem Februar fehlen der Aktie noch fast 20 Prozent.
Rückkaufprogramm nimmt Aktien vom Markt
Ein struktureller Faktor wirkt im Hintergrund mit: Die Telekom kauft eigene Aktien zurück. Das Programm hat für 2026 ein Volumen von bis zu zwei Milliarden Euro. Die dritte Tranche läuft seit Anfang Juli.
Regelmäßige Rückkäufe entziehen dem Markt Aktien und stützen so tendenziell den Kurs. Das Management signalisiert damit außerdem Vertrauen in die eigene Bewertung.
Analysten bleiben an Bord
JPMorgan Chase stuft die Telekom-Aktie mit Overweight ein. Die Deutsche Bank vergibt ein Buy-Rating. Beide Häuser bleiben damit trotz der volatilen Wochen zuvor positiv gestimmt.
Belastet hatte zuletzt vor allem die US-Tochter T-Mobile US. Nach Zahlen zum zweiten Quartal mit leicht verlangsamtem Netto-Neukundenzuwachs geriet die Telekom-Aktie Mitte Juli unter Druck. T-Mobile US hat seinen Jahresausblick inzwischen bestätigt und die Prognose für den freien Barmittelfluss sogar angehoben. Die Sorgen scheinen an den Märkten damit erst einmal in den Hintergrund gerückt zu sein.
Die nächste Bewährungsprobe kommt schnell: Am 6. August legt der Konzern seine Halbjahreszahlen vor. Bis dahin dürfte sich zeigen, ob die Aktie die psychologisch wichtige Marke von 28 Euro anlaufen kann oder ob ihr an der 200-Tage-Linie die Puste ausgeht.
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