Deutsche Telekom Aktie: 40-Prozent-Lücke zum Analystenziel

Analysten von JPMorgan und UBS sehen bei der Telekom-Aktie eine Bewertungslücke von rund 40 Prozent. Aktienrückkäufe und Netzausbau stützen den Kurs.

Die Kernpunkte:
  • Kursziel der Analysten liegt bei 38 Euro
  • Eigene Aktienrückkäufe in Milliardenhöhe
  • Glasfaserausbau für 2,5 Millionen Haushalte geplant
  • Zwischenbericht am 6. August erwartet

Die Deutsche Telekom Aktie schloss am Montag bei 27,17 Euro. Das durchschnittliche Kursziel der Analysten liegt bei 38,13 Euro. Zwischen beiden Werten klafft eine Lücke von rund 40 Prozent – und immer mehr Analystenhäuser setzen darauf, dass sie sich schließt.

Analysten sehen große Bewertungslücke

JPMorgan und UBS bestätigten zuletzt ihre positiven Einschätzungen. Beide Häuser zählen den Bonner Konzern weiterhin zu ihren Favoriten im europäischen Telekommunikationssektor.

Die Zuversicht stützt sich vor allem auf die stabilen Cashflows der US-Tochter T-Mobile US. Das Geschäftsmodell gilt als defensiv, weil es kaum von Konjunkturschwankungen abhängt. Manche Marktbeobachter bezeichnen die Telekom deshalb als Fels in der Brandung im volatilen Technologiesektor.

Rückkäufe und Netzausbau treiben den Kurs

Die Deutsche Telekom kauft weiter eigene Aktien zurück. Zwischen dem 13. und 17. Juli erwarb der Konzern rund 1,35 Millionen eigene Anteile. Seit Start der aktuellen Tranche Anfang Juli summiert sich das Volumen auf etwa 3,67 Millionen Aktien.

Für das laufende Jahr plant der Konzern Rückkäufe im Wert von rund 2 Milliarden Euro. Das Programm soll den Gewinn je Aktie stützen.

Auch operativ bleibt die Telekom aktiv. Bei Glasfaser will der Konzern 2026 rund 2,5 Millionen weitere Haushalte anschließen. Neue Mobilfunkstandorte, etwa in Jettingen-Scheppach, sollen verbliebene Lücken im 4G- und 5G-Netz schließen.

Charttechnik: Nahe am 50-Tage-Durchschnitt

Charttechnisch steht die Aktie an einer wichtigen Marke. Der Schlusskurs von 27,17 Euro liegt nur knapp unter dem 50-Tage-Durchschnitt von 27,29 Euro. Der RSI notiert bei 57,1 – neutral bis leicht konstruktiv, ohne Anzeichen einer Überhitzung.

Ein nachhaltiger Ausbruch über den 50-Tage-Durchschnitt gilt als Signal für eine kurzfristige Trendwende. Bislang fehlt dieser Schritt noch.

Zwischenbericht am 6. August im Blick

Am 6. August 2026 legt die Deutsche Telekom ihren Zwischenbericht für das zweite Quartal vor. Die Zahlen zeigen, ob der Konzern das organische EBITDA-Wachstum von 7,5 Prozent aus dem Jahresauftakt halten kann.

Für das Gesamtjahr 2026 stellt das Management bislang ein bereinigtes EBITDA von rund 47,5 Milliarden Euro in Aussicht. Hinzu kommt ein geplanter freier Cashflow von etwa 19,8 Milliarden Euro. Beide Ziele bestätigte der Konzern zuletzt unverändert.

Bis zum Zwischenbericht bleibt der Rückkauf eigener Aktien der wichtigste Kurstreiber. Parallel dazu treibt die Telekom den Glasfaser- und Mobilfunkausbau in Deutschland weiter voran.

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