Deutsche Telekom Aktie: 47,5 Milliarden EBITDA bestätigt
Telekom bestätigt Jahresziele, T-Mobile US meldet zweistelliges EBITDA-Wachstum. Aktienrückkauf läuft, Analyst senkt Kursziel.

- Konzern bestätigt EBITDA-Prognose für 2026
- T-Mobile US mit starkem Umsatzplus
- Aktienrückkaufprogramm wird fortgesetzt
- Kursziel von Deutscher Bank gesenkt
Die Deutsche Telekom hat in der vergangenen Woche ihre Finanzstrategie für 2026 bekräftigt und zugleich Zahlen der US-Tochter T-Mobile US vorgelegt. Der Konzern erwartet für das Gesamtjahr ein bereinigtes EBITDA von rund 47,5 Milliarden Euro sowie einen freien Cashflow von etwa 19,8 Milliarden Euro. Damit hält das Bonner Unternehmen an seinen bisherigen Zielmarken fest, während parallel der Aktienrückkauf weiterläuft.
T-Mobile US wächst zweistellig beim EBITDA
Am Mittwoch legte T-Mobile US seine Zahlen für das zweite Quartal 2026 vor. Der Umsatz stieg um 7,9 Prozent auf 22,8 Milliarden Dollar, das bereinigte EBITDA wuchs um 11,7 Prozent auf 9,5 Milliarden Dollar. Gleichzeitig hob die US-Tochter ihre Prognose für den bereinigten freien Cashflow des Gesamtjahres auf eine Spanne von 18,4 bis 18,8 Milliarden Dollar an. Bei den Kundenzahlen kamen im Quartal 277.000 neue Postpaid-Kunden hinzu, ein Rückgang von 13 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum.
Die US-Sparte bleibt damit der zentrale Wachstumstreiber im Konzern, auch wenn sich das Kundenwachstum gegenüber dem Vorjahr abgeschwächt hat. Für Anleger der Deutschen Telekom ist die Entwicklung in den USA von besonderer Bedeutung, da T-Mobile US einen erheblichen Teil des Konzernergebnisses beisteuert.
Rückkaufprogramm läuft weiter, Kursziel bereits vor den US-Zahlen gesenkt
Parallel zur operativen Entwicklung setzt die Deutsche Telekom ihr Aktienrückkaufprogramm fort. Zwischen dem 13. und 17. Juli erwarb der Konzern nach einer Kapitalmarktinformation insgesamt 1.351.740 eigene Aktien über die Börse Xetra, zu einem gewichteten Durchschnittskurs von rund 26,73 Euro. Solche laufenden Rückkäufe stützen tendenziell die Nachfrage nach der Aktie und signalisieren Vertrauen des Managements in die eigene Bewertung.
Bereits am Dienstag vergangener Woche, und damit noch vor der Veröffentlichung der US-Quartalszahlen, hatte die Deutsche Bank ihr Kursziel für die Deutsche Telekom von 42,00 auf 40,00 Euro gesenkt. Die Einstufung „Buy“ blieb dabei bestehen, als Begründung nannten die Analysten vorsichtigere Annahmen zur künftigen Ertragsdynamik. Die Kürzung erfolgte damit unabhängig von den am Mittwoch veröffentlichten T-Mobile-US-Zahlen.
Personalie bei T-Mobile US sorgt für Diskussionen
Für zusätzlichen Gesprächsstoff sorgt die Vergütung des neuen T-Mobile-US-Chefs Srini Gopalan. Medienberichten zufolge kritisieren einzelne Großaktionäre, dass sich sein Gehaltspaket im Zuge des Wechsels aus der Deutschland-Zentrale in die USA deutlich erhöht hat. Ein direkter Einfluss auf die operativen Kennzahlen des Konzerns lässt sich daraus bislang nicht ableiten, die Personalie bleibt aber ein Thema für die Kapitalmarktkommunikation.
Blick auf Kurs und Termine
Die Aktie schloss am Freitag bei 26,45 Euro, ein Plus von 1,54 Prozent gegenüber dem Vortag. Damit notiert das Papier weiterhin unterhalb des 50-Tage-Durchschnitts von 27,19 Euro, der Abstand beträgt 2,73 Prozent. Die kommenden Wochen dürften weitere Impulse liefern: Am 6. August legt die Deutsche Telekom ihre eigenen Finanzergebnisse für das zweite Quartal 2026 vor. Erst dann zeigt sich, wie stark sich die guten US-Zahlen und die bestätigten Konzernziele tatsächlich in den Konzernkennzahlen niederschlagen.
Für das erste Quartal 2026 hatte der Konzern bereits ein bereinigtes Ergebnis je Aktie von 0,42 Euro ausgewiesen, im April floss zudem die Dividende für das Geschäftsjahr 2025 in Höhe von 1,00 Euro je Aktie an die Anteilseigner. Die anstehenden Q2-Zahlen dürften zeigen, ob der Konzern seinen für 2026 gesteckten Rahmen bestätigen kann.
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