Deutsche Telekom Aktie: 47,5 Milliarden EBITDA für 2026

Geopolitische Spannungen und erwartete EZB-Zinserhöhung belasten die T-Aktie, trotz solider Quartalszahlen und bestätigter Jahresziele.

Die Kernpunkte:
  • T-Aktie fällt auf 27,58 Euro
  • EZB-Zinserhöhung am Donnerstag erwartet
  • Umsatzwachstum von 4,7 Prozent
  • Analysten raten weiterhin zum Kauf

Ein schwieriger Start in die Handelswoche. Die T-Aktie fällt um 0,54 Prozent auf 27,58 Euro — belastet von zwei Fronten gleichzeitig.

Ölpreise über 97 Dollar und drohende Eskalation im Nahen Osten: Die geopolitische Lage setzt den Gesamtmarkt unter Druck. Für die Telekom kommt eine spezifische Belastung hinzu. Am Donnerstag erwartet der Markt die erste EZB-Leitzinserhöhung seit September 2023. Ein Schritt auf dann 2,25 Prozent gilt als wahrscheinlich.

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Steigende Zinsen treffen kapitalintensive Dividendenwerte besonders. Hinzu kommen höhere Energiekosten für die Netzinfrastruktur. Kein Wunder, dass sich die Aktie dem 50-Tage-Durchschnitt von 28,94 Euro von unten nähert.

Ein Blick auf die Fundamentaldaten zeigt die andere Seite der Medaille.

Operative Stärke als Gegenargument

Die Telekom wächst solide. Im ersten Quartal stieg der Umsatz um 4,7 Prozent auf 29,9 Milliarden Euro. Das bereinigte EBITDA AL legte um 7,5 Prozent auf 11,5 Milliarden Euro zu — ein klarer Beleg für operative Disziplin.

Das Management bestätigte die Jahresziele. Für 2026 sind ein bereinigtes EBITDA von rund 47,5 Milliarden Euro und ein Free Cashflow von über 19,8 Milliarden Euro vorgesehen. Diese Cashflow-Stärke gibt dem Papier in turbulenten Phasen Rückhalt.

Analystenhäuser wie Goldman Sachs, JP Morgan und die Deutsche Bank halten trotz der Unsicherheit an ihren Kaufempfehlungen fest. Der RSI auf 14-Tage-Basis liegt bei 37,2 — nahe der überverkauften Zone von 30.

Mit 27,58 Euro notiert die Aktie rund 20 Prozent unter ihrem 52-Wochen-Hoch. Die Tagesveränderung von minus 0,54 Prozent fällt gemessen am breiten Markt moderat aus.

Der kommende Donnerstag wird richtungsweisend. Dann entscheidet die EZB über den Zinsschritt. Parallel dazu liefern die US-Inflationsdaten für Mai frische Impulse für die globale Geldpolitik. Beide Ereignisse dürften die weitere Entwicklung der Telekom-Aktie maßgeblich beeinflussen.

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