Deutsche Telekom Aktie: 5 Milliarden Euro für Rückkäufe
Die Telekom-Aktie überwindet die 200-Tage-Linie und der Konzern stockt seine Aktienrückkäufe auf bis zu fünf Milliarden Euro auf.

- Kurs überwindet wichtige 200-Tage-Linie
- Rückkaufprogramm auf fünf Milliarden erhöht
- Analyst sieht Kurspotenzial bis 35 Euro
- Nächste Hürde bei 31,03 Euro
Die Telekom-Aktie hat am Freitag ein wichtiges technisches Signal gesetzt. Das Papier schloss bei 28,69 Euro, ein Plus von 0,7 Prozent. Damit klettert der Kurs über die 200-Tage-Linie – ein Signal, das Chartanalysten als mögliche Trendwende deuten.
Sprung über den GD 200
Die 200-Tage-Linie verläuft aktuell bei 28,54 Euro. Der Kurs notiert nun rund 0,5 Prozent darüber. Das gilt unter Chartanalysten als klassisches „Up-Signal“ für den langfristigen Trend.
Erst Ende Juni fiel die Aktie auf ein 52-Wochen-Tief von 23,54 Euro. Seitdem hat sich der Titel um 22 Prozent erholt.
Vom 52-Wochen-Hoch bei 34,35 Euro, erreicht im Februar, trennen die Aktie aber weiterhin 16 Prozent. Der Weg zurück zum Rekordniveau bleibt also weit.
Der Relative-Stärke-Index steht bei 59,1 Punkten. Das liegt im neutralen Bereich und lässt Raum für weitere Kursgewinne, bevor die Aktie technisch überkauft gilt. Das nächste Ziel der Chartanalysten: die Marke von 31,03 Euro. Dort klafft seit dem Frühjahr noch eine offene Kurslücke.
Fünf Milliarden Euro für Aktienrückkäufe
Der Vorstand untermauert die positive Stimmung mit einer deutlich aufgestockten Kapitalrückgabe. Ursprünglich plante das Unternehmen Rückkäufe im Volumen von 2 Milliarden Euro für 2026. Jetzt kommen bis zu 3 Milliarden Euro hinzu – das Gesamtvolumen steigt auf bis zu 5 Milliarden Euro.
Das Management begründet den Schritt mit der niedrigen Bewertung der Aktie. Das Kurs-Gewinn-Verhältnis liege am unteren Rand des historischen Korridors. Bis Anfang August hatte die Telekom bereits rund 1,2 Milliarden Euro des Programms umgesetzt.
Die Rückkäufe sollen dem Kurs in volatilen Marktphasen zusätzlichen Halt geben. Die 30-Tage-Volatilität der Aktie liegt bei 33 Prozent – ein Wert, der die Schwankungsbreite der vergangenen Wochen zeigt. Barclays-Analyst Mathieu Robilliard bleibt optimistisch und nennt ein Kursziel von 35 Euro. Das entspricht einem Potenzial von rund 22 Prozent gegenüber dem aktuellen Niveau.
Die neue Handelswoche
Am Montag, den 17. August, dürften zunächst Daten aus Asien den Ton angeben. Japan veröffentlicht sein BIP, China die Industrieproduktion. Am Mittag folgt der Monatsbericht der Bundesbank, am Nachmittag der US-Empire-State-Index.
Im weiteren Wochenverlauf achten Anleger vor allem auf ein Detail. Ausschlaggebend ist, ob die Aktie den Schlusskurs über der 200-Tage-Linie halten kann. Ein nachhaltiges Verbleiben über 28,55 Euro gilt als Voraussetzung für einen Vorstoß Richtung 30 Euro.
Hält die Aktie den Schlusskurs in der neuen Woche über 28,55 Euro, wäre der Weg zur 30-Euro-Marke frei. Das milliardenschwere Rückkaufprogramm gibt dem Kurs dabei zusätzlichen Rückhalt.
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