Deutsche Telekom Aktie: 550-Millionen-Rückkauf endet 30. Juni
Die Telekom beendet die zweite Rückkauf-Tranche und stellt den MMS-Dienst ein. Operativ läuft es gut, doch der Aktienkurs leidet unter Zinsdruck.

- Aktienrückkauf endet im Juni
- MMS-Dienst wird abgeschaltet
- Operativer Gewinn steigt deutlich
- Kurs nahe 52-Wochen-Tief
Ende Juni verliert die T-Aktie einen verlässlichen Käufer. Die zweite Tranche des laufenden Aktienrückkaufs endet. Parallel dazu mistet der Konzern sein Produktportfolio aus und schickt den MMS-Dienst in Rente. Das passiert ausgerechnet in einer Phase der Kursschwäche.
Käufer verlässt den Markt
Seit April hat der Bonner Konzern massiv eigene Papiere erworben. Das Volumen dieser zweiten Tranche lag bei bis zu 550 Millionen Euro. Ab Juli fehlt dieser systematische Stützungskauf im Markt. Den Großteil der erworbenen Aktien will das Management einziehen.
Die Folge: Am Kurs ist von der bisherigen Milliarden-Spritze wenig zu spüren. Die Aktie notiert aktuell bei 26,26 Euro. Damit trennt das Papier nur gut zwei Prozent vom jüngsten 52-Wochen-Tief. Seit Jahresbeginn steht ein Minus von knapp sechs Prozent auf der Anzeigetafel.
Hohe Anleiherenditen belasten den gesamten Telekommunikationssektor. Für kapitalintensive Geschäftsmodelle bedeuten steigende Zinsen höhere Kosten. Das drückt auf die Margen und sorgt für Verkaufsdruck.
Zinsdruck und ein Abschied
Im Hintergrund treibt die Telekom ihre Netzmodernisierung voran. Zum 30. Juni schaltet der Konzern den veralteten MMS-Dienst ab. Die Wettbewerber o2 und 1&1 ziehen zeitgleich nach.
Als Ersatz dienen moderne RCS-Chats direkt über die normale Nachrichten-App des Smartphones. Nutzer verschicken Bilder oder Videos künftig über das mobile Datenvolumen. Eine direkte finanzielle Auswirkung erwartet das Management durch diesen Schritt nicht.
Starkes operatives Geschäft
Das schwache Chartbild steht im Kontrast zu den nackten Zahlen. Im ersten Quartal stieg der Umsatz organisch auf knapp 30 Milliarden Euro. Der operative Gewinn legte um 7,5 Prozent zu.
Der Vorstand hob daraufhin die Jahresziele an. Das operative Ergebnis soll nun bei rund 47,5 Milliarden Euro liegen.
Der nächste konkrete Impuls folgt am 6. August. Dann präsentiert die Telekom ihre Ergebnisse für das zweite Quartal. Bis dahin gibt voraussichtlich die Entwicklung der US-Tochter T-Mobile US die Richtung vor.
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