Deutsche Telekom Aktie: 560 Millionen Rückkauf
Die Telekom startet die dritte Milliarden-Rückkauf-Tranche und stützt den Aktienkurs. Insiderkäufe signalisieren Vertrauen trotz SpaceX-Wettbewerbs.

- Dritter Rückkauf im Milliardenprogramm
- Kurs erholt sich um über zwei Prozent
- Insider kaufen eigene Aktien
- SpaceX bedroht US-Kerngeschäft
Gestern rutschte die T-Aktie noch auf ein neues Jahrestief ab. Heute greifen Anleger wieder zu. Der Kurs klettert um 2,14 Prozent auf 24,31 Euro. Den Impuls liefert das Management in Bonn. Es startet die nächste Phase eines gewaltigen Aktienrückkaufs. Flankiert wird die Erholung von direkten Insiderkäufen aus dem Vorstand.
Dritte Tranche startet
Der Konzern drückt aufs Tempo. Ab heute läuft die dritte Tranche des aktuellen Programms an. Bis September 2026 will die Telekom eigene Papiere über die Börse einsammeln. Das Budget liegt bei maximal 560 Millionen Euro. Höchstens 23,5 Millionen Aktien wechseln auf diesem Weg den Besitzer.
Dieses Teilprogramm gehört zu einem weitaus größeren Plan. Insgesamt zwei Milliarden Euro fließen bis Ende 2026 in Rückkäufe. Die ersten beiden Runden kosteten das Unternehmen bereits gut eine Milliarde Euro. Das Management sendet damit ein klares Signal. Es hält das eigene Papier nach dem jüngsten Absturz für unterbewertet.
SpaceX greift das Kerngeschäft an
Der jüngste Kursverfall hat handfeste Gründe. Der Blick der Investoren richtet sich besorgt in die USA. Dort droht massiver Wettbewerb durch das Raumfahrtunternehmen SpaceX. Unter der Marke Starlink baut Elon Musk ein eigenes Mobilfunknetz auf. Dafür investierte SpaceX gewaltige 17 Milliarden US-Dollar in Spektrum-Lizenzen. Diese stammen primär aus Zukäufen im vergangenen Jahr.
Das Ziel: Ein hybrides Netz aus Satelliten und Bodenstationen. Für die Deutsche Telekom ist das brandgefährlich. Ihre amerikanische Tochter T-Mobile US liefert den Großteil der Konzerngewinne. Spekulationen über den SpaceX-Markteintritt drücken die Bewertung der Muttergesellschaft daher enorm.
Insider greifen zu
Im Vorstand wächst trotz des US-Risikos offenbar die Zuversicht. Rodrigo Francisco Diehl kaufte am Mittwoch eigene Telekom-Aktien. Solche Insiderkäufe werten Marktbeobachter oft als Vertrauensbeweis in das operative Geschäft. Dieses lief zuletzt mit 119,1 Milliarden Euro Jahresumsatz absolut stabil. Parallel dazu übernimmt Dr. Uwe Heckert heute planmäßig den Chefposten bei der Tochtergesellschaft Detecon.
Trotz des heutigen Rebounds bleibt das Chartbild angespannt. Die Aktie handelt rund 12 Prozent unter ihrer 50-Tage-Linie. Der Relative-Stärke-Index signalisiert mit einem Wert von 27,2 eine massive Überverkaufung. Das lockt kurzfristig technisch orientierte Käufer an.
Für eine echte Trendwende muss das Papier weitere Hürden nehmen. Nachhaltige Widerstandszonen lokalisieren Analysten nun bei 26 Euro und 28 Euro.
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