Deutsche Telekom Aktie: 60.000 Beschäftigte im Tarifvertrag

Neuer Tarifvertrag für 60.000 Beschäftigte sorgt für klare Personalkosten. Die Aktie fällt dennoch auf ein kritisches Niveau.

Die Kernpunkte:
  • Tarifabschluss nach 36-stündigen Verhandlungen
  • Lohnsteigerungen von 290 Euro plus 2,4 Prozent
  • Aktie verliert 2,6 Prozent auf 26,94 Euro
  • 5G-Abdeckung erreicht 90 Prozent der Fläche

Die Deutsche Telekom beendet eine Dauerbaustelle. Nach mehr als 36 Stunden Verhandlung steht der neue Tarifvertrag für rund 60.000 Beschäftigte. Operativ liefert der Bonner Konzern damit wichtige Planungssicherheit. An der Börse verpufft die Nachricht jedoch komplett.

Klarheit bei den Personalkosten

Die Gewerkschaft ver.di hat für die Angestellten deutliche Lohnsteigerungen herausgeholt. Das zusätzliche Monatsentgelt steigt in zwei festen Schritten um insgesamt 290 Euro. Ab Mitte 2028 klettern die Entgelttabellen um weitere 2,4 Prozent.

Wichtiger für das Management ist die langfristige Perspektive. Der Konzern schließt betriebsbedingte Kündigungen bis Ende 2028 aus. Analysten können die künftigen Personalkosten nun präzise in ihre Ertragsmodelle einbauen. Ein Unsicherheitsfaktor verschwindet damit aus den Büchern.

5G-Ausbau drückt aufs Tempo

Parallel dazu treibt das Unternehmen sein Kerngeschäft voran. Die Telekom deckt mittlerweile rund 90 Prozent der deutschen Fläche mit 5G ab. Allein in den ersten fünf Monaten dieses Jahres gingen 384 neue Mobilfunkstandorte ans Netz. Tausende weitere Anlagen hat der Konzern aufgerüstet.

Aktie testet kritische Tiefstände

Trotz der operativen Fortschritte trennen sich Anleger von dem Papier. Die T-Aktie rutscht am Mittwoch um knapp 2,6 Prozent auf 26,94 Euro ab. Damit nähert sich der Kurs gefährlich dem 52-Wochen-Tief von 25,99 Euro.

Der langfristige Trend spricht derzeit gegen den Telekommunikationsriesen. Seit dem Jahreswechsel verzeichnet der Titel ein Minus von über drei Prozent. Vom Hoch im Februar bei 34,35 Euro ist der Kurs mittlerweile über 20 Prozent entfernt. Die Folge: ein angeschlagenes Chartbild.

Am Freitag steht der nächste formale Schritt an. Dann stimmt die ver.di-Tarifkommission final über das Verhandlungsergebnis ab. Fällt das Votum positiv aus, ist das Thema Personalkosten für die nächsten Jahre abgehakt. An der Börse rückt dann die Verteidigung der Unterstützung bei knapp 26 Euro in den Fokus.

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