Deutsche Telekom Aktie: Ärger über EU-Pläne

Die Deutsche Telekom kritisiert den EU-Digital Networks Act als bürokratisch und investitionshemmend, während das Unternehmen mit einem umfangreichen Aktienrückkaufprogramm den Kurs stützt.

Die Kernpunkte:
  • Scharfe Kritik an EU-Plänen zum Glasfaserausbau
  • Aktienrückkäufe im Wert von Millionen Euro
  • Kursnotierung deutlich unter Vorjahresniveau
  • Bilanzveröffentlichung Ende Februar 2026 erwartet

Die Deutsche Telekom stützt ihren Aktienkurs derzeit mit Millionenbeträgen, doch aus Brüssel droht regulatorischer Gegenwind. Der neue „Digital Networks Act“ der EU-Kommission stößt in der Bonner Zentrale auf scharfe Kritik statt auf Zustimmung. Bremst der Gesetzesentwurf die nötigen Investitionen ausgerechnet in einer ohnehin schwierigen Marktphase aus?

  • Rückkauf: Allein in der letzten Woche investierte der Konzern rund 44,85 Millionen Euro in eigene Aktien.
  • Streitpunkt: Die EU fordert das Ende von DSL bis 2035, doch die Rahmenbedingungen sind umstritten.
  • Reaktion: Telekom-Sprecher bezeichnen den Entwurf als bürokratisch und investitionsfeindlich.

Bürokratie statt Beschleunigung

Der am 21. Januar vorgestellte „Digital Networks Act“ (DNA) der EU-Kommission soll den europäischen Telekommunikationsmarkt eigentlich modernisieren. Kern des Vorschlags ist der vollständige Ersatz von Kupferleitungen (DSL) durch Glasfaser bis zum Jahr 2035. Doch was auf dem Papier nach einem Fortschritt klingt, sorgt bei der Deutschen Telekom für Unverständnis.

Das Unternehmen kritisiert den Entwurf deutlich. Eine Sprecherin bemängelte, dass der Vorschlag hinter dem Anspruch zurückbleibe, investitionsfreundliche Rahmenbedingungen zu schaffen. Stattdessen sei das Regelwerk bürokratisch und lasse zentrale Fragen unbeantwortet. Besonders die Vorgabe, dass Mitgliedsstaaten bis 2029 nationale Übergangspläne vorlegen müssen, schafft kurzfristig eher Unsicherheit als Planungssicherheit. Einziger Lichtblick für die Netzbetreiber: Die Kommission plant, Frequenzlizenzen für den Mobilfunk künftig unbefristet zu vergeben.

Stützungskäufe laufen auf Hochtouren

Während auf politischer Ebene debattiert wird, schafft der Konzern am Aktienmarkt Fakten. Das Anfang Januar gestartete Rückkaufprogramm wird konsequent umgesetzt. Im Zeitraum vom 19. bis 23. Januar erwarb das Unternehmen 1.665.194 eigene Anteile zu einem Durchschnittskurs von 26,93 Euro. Seit Beginn der Maßnahme am 5. Januar summieren sich die Rückkäufe bereits auf über 4,7 Millionen Stück.

Diese Nachfrage ist für die Aktie auch dringend nötig. Mit einem aktuellen Kurs von 27,47 Euro notiert das Papier fast 15 Prozent unter dem Niveau des Vorjahres. Der Abstand zum 52-Wochen-Tief bei 26,31 Euro ist mit rund 4 Prozent gering, was die Nervosität der Anleger widerspiegelt. Die kontinuierlichen Käufe über Xetra dienen in diesem Umfeld als wichtiger stabilisierender Faktor.

Blick auf die Bilanz

Die politische Debatte um den Glasfaserausbau dürfte das Unternehmen noch länger begleiten, doch kurzfristig rücken die operativen Ergebnisse in den Fokus. Am 26. Februar 2026 veröffentlicht die Deutsche Telekom ihre Geschäftszahlen für das Gesamtjahr 2025. Dieser Termin wird entscheidend sein, um zu bewerten, ob die fundamentale Entwicklung stark genug ist, um den Kurs auch unabhängig von Rückkaufprogrammen wieder deutlicher vom Jahrestief zu lösen.

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