Deutsche Telekom Aktie: Dreifach-Test naht!

Die Deutsche Telekom steht vor einer entscheidenden Woche mit Quartalszahlen der US-Tochter T-Mobile, Tarifverhandlungen und einem laufenden Aktienrückkauf. Der Kurs befindet sich nach einem deutlichen Rücksetzer unter Druck.

Die Kernpunkte:
  • T-Mobile US Zahlen als wichtigster Gewinntreiber
  • Herausfordernde Tarifverhandlungen mit ver.di
  • Aktienrückkaufprogramm stützt den Kurs
  • Technisch überverkauftes Niveau erreicht

Drei Ereignisse, eine Woche — und die Aktie steht nach einer monatelangen Korrektur unter Beweis-Zwang. Seit dem Hoch bei 34,25 Euro hat der Titel rund 14 Prozent verloren. Freitag schloss er bei 29,59 Euro, knapp über dem 200-Tage-Durchschnitt. Der Puffer ist dünn.

T-Mobile US: Das Zünglein an der Waage

Am 28. April berichtet T-Mobile US seine Quartalszahlen. Die US-Tochter, an der die Telekom gut 53 Prozent hält, trägt den Löwenanteil zum Konzerngewinn bei. Entsprechend groß ist das Gewicht dieses Termins.

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Das Umfeld ist herausfordernd. Konkurrent AT&T hat sein Tarifangebot überarbeitet — ein Schritt, der Befürchtungen vor einem neuen Preiskampf nährt. Hinzu kommen Währungseffekte: Der schwache US-Dollar kostete den Konzern im letzten Quartal 2025 rechnerisch rund 600 Millionen Euro. Pläne, T-Mobile-US-Anteile 2026 zu verkaufen, hat die Telekom indes klar ausgeschlossen.

Tarifrunde und Rückkauf: Zwei weitere Variablen

Einen Tag vor den T-Mobile-Zahlen, am 27. April, treffen sich Arbeitgeber und ver.di in Siegburg zur zweiten Tarifrunde. Die Gewerkschaft vertritt rund 60.000 Beschäftigte und fordert 6,6 Prozent mehr Lohn, einen jährlichen Mitgliederbonus von 660 Euro sowie 120 Euro mehr pro Monat für Auszubildende. Zur ersten Runde brachte die Arbeitgeberseite kein Angebot mit. Bis Ende Mai sind vier Termine angesetzt.

Im Hintergrund läuft das Aktienrückkaufprogramm. Seit dem 2. April kauft eine beauftragte Bank im Rahmen der zweiten Tranche Aktien über Xetra zurück — mit einem Volumen von bis zu 550 Millionen Euro bis Ende Juni. Insgesamt will der Konzern 2026 eigene Papiere im Wert von bis zu 2 Milliarden Euro einziehen. Das stützt den Kurs, löst die fundamentalen Fragezeichen aber nicht auf.

Ausblick: Mai wird zur Bewährungsprobe

CEO Tim Höttges hält an seinen Zielen fest: rund 47,4 Milliarden Euro bereinigtes EBITDA AL und rund 19,8 Milliarden Euro Free Cashflow AL für 2026. Ob diese Vorgaben realistisch sind, wird sich am 13. Mai zeigen — dann veröffentlicht die Telekom ihre Zahlen für das erste Quartal.

Mit einem erwarteten KGV von 15,6 und einer Dividendenrendite von rund 3,6 Prozent gilt die Aktie als fair bewertet. Der RSI liegt bei 29 — technisch überverkauft. Was fehlt, ist ein positiver Impuls. Der könnte aus Übersee kommen.

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