Deutsche Telekom Aktie: Holding-Pläne mit T-Mobile US

Spekulationen über eine Holding-Struktur mit T-Mobile US drücken die Telekom-Aktie. Analysten sehen kaum Vorteile in dem Plan.

Die Kernpunkte:
  • Kursrutsch durch Fusionsgerüchte
  • Starlink als Treiber der Überlegungen
  • Analysten bezweifeln Wertsteigerung
  • Netzausbau und Aktienrückkäufe laufen

Tim Höttges soll an einer gemeinsamen Holding mit T-Mobile US arbeiten. Der Grund: Elon Musks Satelliten-Tochter Starlink bedroht den Mobilfunkmarkt zunehmend. Die Spekulation schickte die Telekom-Aktie am Montag auf Talfahrt.

Im DAX brach der Titel zeitweise um bis zu 5,7 Prozent ein. An der Wall Street verlor T-Mobile US mehr als vier Prozent. Heute notiert die Aktie bei 25,68 Euro, ein Plus von 0,43 Prozent gegenüber dem gestrigen Schlusskurs von 25,57 Euro.

Holding-Pläne als Antwort auf Starlink

Die kolportierten Pläne sehen vor, Deutsche Telekom und T-Mobile US unter einem gemeinsamen Dach zu bündeln. Treiber der Überlegung sollen der Börsengang von SpaceX und der aggressive Vorstoß von Starlink in den Mobilfunkmarkt sein. Branchenbeobachter stufen Starlink inzwischen als existenzielle Bedrohung für etablierte Telekomkonzerne ein.

Analysten reagieren dem Vernehmen nach skeptisch. Sie bezweifeln, dass eine Holding-Fusion den Unternehmenswert steigern würde. Die Einsparpotenziale gelten als gering, zudem droht ein Abschlag gegenüber der Summe der Einzelteile.

US-Investoren blicken zusätzlich mit Skepsis auf das langsamere Wachstum im europäischen Geschäft. Diese Sorge könnte eine Fusion aus ihrer Sicht zusätzlich unattraktiv machen.

Netzausbau und Aktienrückkäufe laufen weiter

Unabhängig von den Gerüchten treibt die Telekom ihren Netzausbau voran. In Nachrodt-Wiblingwerde übernimmt der Konzern ein gestopptes Glasfaserprojekt der Konkurrenz und baut Anschlüsse für rund 2.000 Haushalte und Betriebe. Der Baustart ist spätestens für Oktober geplant.

Parallel läuft das Aktienrückkaufprogramm weiter. Zwischen dem 29. und 30. Juni kaufte die Telekom weitere 727.344 eigene Aktien zurück. Seit dem Start im April summieren sich die Käufe auf 19,3 Millionen Papiere, bis Jahresende plant der Vorstand ein Gesamtvolumen von bis zu zwei Milliarden Euro.

Kurs zeigt Erholung nach Tiefpunkt

Auf Wochensicht steht die Aktie mit 7,67 Prozent im Plus. Über 30 Tage bleibt allerdings ein Minus von 7,23 Prozent, auf Jahressicht sogar von 7,86 Prozent. Zum Vorjahresmonat beträgt das Minus 17,24 Prozent.

Am 30. Juni markierte der Titel bei 23,54 Euro sein 52-Wochen-Tief. Zum 52-Wochen-Hoch von 34,35 Euro vom 27. Februar fehlen aktuell 25,24 Prozent. Der RSI von 42 signalisiert einen neutralen Bereich, die annualisierte Volatilität liegt bei 29,34 Prozent.

Der Baustart in Nachrodt-Wiblingwerde im Oktober und das laufende Zwei-Milliarden-Rückkaufprogramm bleiben unabhängig von den Fusionsspekulationen die konkreten Fixpunkte der kommenden Monate. Ob die Holding-Pläne tatsächlich umgesetzt werden, hat die Telekom bislang nicht bestätigt.

Anzeige

Deutsche Telekom-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Deutsche Telekom-Analyse vom 7. Juli liefert die Antwort:

Die neusten Deutsche Telekom-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Deutsche Telekom-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 7. Juli erfahren Sie was jetzt zu tun ist.

Deutsche Telekom: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...

Diskussion zu Deutsche Telekom