Deutsche Telekom Aktie: Musk-Sorgen treiben Kurs auf 25,20 Euro

Trotz milliardenschwerem Aktienrückkauf fällt die Telekom-Aktie auf Jahrestief. Fusionsgerüchte um T-Mobile US und SpaceX-Pläne verunsichern den Markt.

Die Kernpunkte:
  • Aktienrückkauf von bis zu 2 Milliarden Euro
  • Kurs fällt auf 25,20 Euro
  • Fusionsgerüchte um T-Mobile US
  • SpaceX-Einstieg in Mobilfunk befürchtet

Die Deutsche Telekom kauft eigene Aktien im großen Stil zurück. Trotzdem fällt der Kurs auf Jahrestief-Niveau. Der Grund: Ein Name sorgt gerade für mehr Nervosität als jede Bilanzzahl. Elon Musk.

Die Aktie schloss am Freitag bei 25,20 Euro. Auf Wochensicht verlor das Papier 4,22 Prozent, binnen 30 Tagen sogar 10,16 Prozent. Vom 52-Wochen-Hoch bei 34,35 Euro trennen die Telekom-Aktie mittlerweile 26,64 Prozent.

Der Rückkauf läuft, der Kurs reagiert kaum

Seit dem 1. Juli läuft die dritte Tranche des Aktienrückkaufprogramms 2026. Bis zu 560 Millionen Euro will der Konzern bis spätestens 30. September über die Börse Xetra investieren. Je nach Kursniveau könnten so bis zu 23,5 Millionen Aktien zurück in den Konzern wandern.

Das Gesamtprogramm ist deutlich größer. Bis Ende 2026 plant die Telekom Rückkäufe von bis zu 2 Milliarden Euro. In der zweiten Tranche zwischen April und Juni kaufte der Konzern bereits rund 19,4 Millionen Aktien für etwa 543,4 Millionen Euro zurück.

Ein verlässlicher Käufer ist also am Markt aktiv. Der Kurs bewegt das bisher kaum. Ein anderes Thema zieht die Aufmerksamkeit auf sich.

Fusionsgerüchte mit T-Mobile US belasten den Kurs

Seit Wochen kursieren Spekulationen über eine mögliche Fusion mit der US-Tochter T-Mobile US. Laut einem Bericht des „Handelsblatt“ lässt Konzernchef Timotheus Höttges verschiedene Szenarien durchspielen. Ein kleines Team aus ausgewählten Experten prüft demnach unter anderem eine neue Holding-Struktur.

Als Treiber der Überlegungen gilt Elon Musks SpaceX. Der Raumfahrtkonzern bereitet nach seinem Börsengang offenbar einen Einstieg ins US-Mobilfunkgeschäft vor. Ein hochrangiger Telekom-Manager brachte die Stimmung im Konzern auf den Punkt: „Elon Musk macht uns Sorgen.“

Bestätigt sind die Pläne bisher nicht. Weder die Deutsche Telekom noch T-Mobile US haben sich öffentlich dazu geäußert. Ein Telekom-Sprecher wollte auf Anfrage keine Stellung nehmen.

Der Markt reagierte trotzdem heftig. Am Montag brach die Telekom-Aktie zeitweise um bis zu 5,7 Prozent ein und zählte damit zu den größten Dax-Verlierern der Woche. An der Wall Street gaben die T-Mobile-Papiere um gut vier Prozent nach.

Kritiker der Fusionsidee sehen wenig strategischen Nutzen. Experten bezweifeln, dass eine Verschmelzung den Unternehmenswert steigern würde. Das Einsparpotenzial gilt als gering, das Risiko einer niedrigeren Gesamtbewertung als real.

Der Chart zeigt anhaltende Schwäche

Charttechnisch bleibt das Bild angeschlagen. Zum 50-Tage-Durchschnitt bei 27,54 Euro fehlen 8,49 Prozent, zum 200-Tage-Durchschnitt bei 28,78 Euro sogar 12,43 Prozent. Bis zum 52-Wochen-Tief von 23,54 Euro, markiert am 30. Juni, sind es nur noch 7,05 Prozent.

Der RSI liegt bei 36,9. Das signalisiert noch keine überverkaufte Extremsituation, deutet aber auf anhaltend schwache Kursdynamik hin. Die Volatilität der vergangenen 30 Tage liegt bei annualisiert 28,92 Prozent — ein Zeichen für erhöhte Nervosität im Handel.

Der nächste harte Fakten-Check steht erst am 6. August an. Dann veröffentlicht die Deutsche Telekom ihre Zahlen für das zweite Quartal 2026. Bis dahin dürfte weniger die Bilanz den Kurs treiben als die Frage, wie sich die Fusionsgerüchte um T-Mobile US und Musks SpaceX-Pläne weiterentwickeln.

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