Deutsche Telekom Aktie: Partnerschaft für IoT-Sicherheit
Die Telekom-Tochter verbindet ihr IoT-Netz mit Exeins Geräteschutz; Vermarktungsstart und konkrete Angebotsform bleiben offen.

- Telekom-IoT kooperiert mit Cybersecurity-Anbieter Exein
- Exeins Schutz läuft direkt auf Geräten
- T.Capital beteiligte sich bereits an Exein
- Start und Vermarktung sind noch offen
Vernetzte Roboter, Drohnen und Industriemaschinen treffen zunehmend eigene Entscheidungen. Das macht ihre Absicherung zur Kernfrage. Deutsche Telekom IoT geht dafür eine strategische Partnerschaft mit dem italienischen Cybersecurity-Spezialisten Exein ein.
Konnektivität trifft Gerätesicherheit
Die Idee dahinter: Die globale IoT-Konnektivität der Telekom-Tochter soll mit Sicherheitstechnik verschmelzen, die direkt auf dem Gerät läuft. Deutsche Telekom IoT verbindet Kunden über ein eigenes transatlantisches Netz und rund 600 Roaming- und Satellitenpartner. Exein steuert die Schutzschicht bei.
Kern der Exein-Technologie ist die Laufzeitarchitektur Photon. Sie arbeitet auf Kernel-Ebene und blockiert schädliche Ausführungen, bevor ein Angriff starten kann. Das funktioniert auch dort, wo Geräte nur eingeschränkt oder gar nicht online sind. Nach Unternehmensangaben schützt Exein bereits mehr als zwei Milliarden Geräte, etwa in Automobil, Robotik, Energie und Fertigung.
Kunden sollen Konnektivität und Sicherheit künftig aus einem Guss über den gesamten IoT-Lebenszyklus erhalten. Telekom-IoT-Chef Christian Schwalbe betont, beides müsse „Hand in Hand gehen“, gerade weil intelligente Anwendungen direkt auf die Geräte wandern. Wie das Angebot konkret vermarktet wird und ab wann, ließen die Unternehmen offen.
Die Verbindung über T.Capital
Die Kooperation kommt nicht aus dem Nichts. Exein hat zuletzt 270 Millionen Dollar eingesammelt und wird damit mit 1,7 Milliarden Dollar bewertet. Das macht das Unternehmen zum wertvollsten Cybersecurity-Startup Europas.
Angeführt wurde die deutlich überzeichnete Runde von Headline. Mit dabei war auch T.Capital, der strategische Investitionsarm der Deutschen Telekom. Der Konzern ist also bereits als Geldgeber beteiligt und vertieft die Beziehung nun operativ. Zu den weiteren Investoren zählen Sofina, Goldman Sachs, die Europäische Investitionsbank-Gruppe sowie der Wachstumsfonds Deutschland.
Finanzielle Details der Partnerschaft selbst nennen die Beteiligten nicht. Für die Telekom steht der Ausbau des Geschäfts mit IoT-Mehrwertdiensten im Vordergrund, zu denen neben Sicherheit auch präzise Positionierung zählt. Kurzfristig dürfte die Meldung kaum Gewicht für die Bilanz haben. Strategisch passt sie jedoch zum Ziel, IoT nicht nur als Netzgeschäft, sondern als Plattform mit höherwertigen Diensten zu positionieren.
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