Deutsche Telekom Aktie: Probleme im Anzug?

Die Deutsche Telekom steht vor richtungsweisenden Tagen mit US-Quartalszahlen von T-Mobile und einer neuen Tarifrunde mit ver.di.

Die Kernpunkte:
  • Tarifverhandlungen mit ver.di starten
  • T-Mobile US legt Quartalszahlen vor
  • Neue Partnerschaft mit Starlink vereinbart
  • Aktie unter 200-Tage-Linie gefallen

Für die Deutsche Telekom stehen wichtige Tage an. Auf der einen Seite drohen im Heimatmarkt deutlich höhere Personalkosten. Auf der anderen Seite muss die US-Tochter T-Mobile beweisen, dass sie als wichtigster Gewinntreiber weiterhin liefert.

US-Zahlen und Tarifstreit

Am Montag geht die Tarifrunde mit der Gewerkschaft ver.di in die nächste Phase. Auf dem Tisch liegt eine Lohnforderung von 6,6 Prozent. Die Folge: ein spürbar höherer Kostendruck im Heimatmarkt.

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Parallel dazu blicken Investoren über den Atlantik. Am Dienstag nach Börsenschluss präsentiert T-Mobile US die Ergebnisse für das erste Quartal. Die amerikanische Tochter steuert traditionell den Löwenanteil zum operativen Gewinn bei.

Die Telekom hält gut 53 Prozent an dem US-Unternehmen. Die Zahlen liefern damit einen direkten Vorgeschmack auf die Bonner Konzernbilanz am 13. Mai.

Starlink-Deal und neues Gesetz

Abseits der kurzfristigen Termine baut der Konzern sein Geschäftskundenportfolio aus. Eine neue Kooperation mit Starlink bringt satellitengestütztes Internet in das Angebot. Die Lösung richtet sich an Großkunden und bietet Geschwindigkeiten von bis zu 400 Megabit pro Sekunde. Eine Brauereikette nutzt das System bereits als Überbrückung bis zum Glasfaserausbau.

Weniger erfreulich wirkt auf den ersten Blick eine neue Vorgabe der Bundesnetzagentur. Seit dem 20. April können Kunden ihre Handyrechnung bei schlechtem Empfang mindern. Für die Telekom bleibt das Risiko allerdings überschaubar. Das Unternehmen erreicht in Deutschland eine 4G-Flächenabdeckung von über 92 Prozent. Entsprechend wenige Beschwerden gehen laut Konzernangaben aktuell ein.

Chartbild bleibt fragil

An der Börse reagieren Investoren derweil mit spürbarer Zurückhaltung. Die Aktie beendete den Freitagshandel bei 27,61 Euro. Auf Sicht von 30 Tagen steht ein Minus von rund 14 Prozent auf der Kurstafel.

Damit notiert das Papier unter der wichtigen 200-Tage-Linie. Die technische Lage bleibt angeschlagen. Nach unten bietet das 52-Wochen-Tief bei 26,45 Euro eine erste Unterstützung.

Die kommenden 48 Stunden definieren die kurzfristige Richtung. Gelingt T-Mobile US am Dienstag ein überzeugender Quartalsbericht, könnte das den Boden für eine Kurserholung legen. Fallen die Zahlen schwach aus, rückt die genannte Unterstützung schnell in den Fokus.

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