Deutsche Telekom Aktie: Prognose 2026 auf 47,5 Milliarden
Trotz überraschend starker Quartalszahlen und angehobener Jahresziele verliert die T-Aktie weiter an Wert. Der operative Erfolg in den USA steht im Kontrast zur schwachen Börsenstimmung.

- Quartalsumsatz steigt auf knapp 30 Milliarden Euro
- T-Mobile US treibt Wachstum mit starken Service-Umsätzen
- Konzern hebt Prognose für operatives Ergebnis an
- Aktienkurs fällt trotz positiver Fundamentaldaten
Starke Zahlen, schwache Kurse. Bei der Deutschen Telekom klaffen Realität und Börsenstimmung derzeit weit auseinander. Der Konzern wächst kräftig und hebt sogar die Jahresziele an. Die Aktie rutscht trotzdem ab.
Am Montag schloss das Papier bei 27,68 Euro. Damit summiert sich das Wochenminus auf über vier Prozent. Der Abstand zum Jahreshoch aus dem Februar wächst auf rund 19 Prozent. Wichtige Trendlinien wie der mittelfristige gleitende Durchschnitt liegen mittlerweile über dem aktuellen Kursniveau.
Überraschend starkes Quartal
Diese Kursschwäche überrascht. Operativ läuft es für den Bonner Konzern hervorragend. Im ersten Quartal stieg der Umsatz organisch um knapp fünf Prozent auf 29,9 Milliarden Euro. Das bereinigte operative Ergebnis (EBITDA AL) wuchs zeitgleich auf 11,5 Milliarden Euro.
Damit übertraf das Management die Erwartungen der Analysten deutlich. Beim Gewinn je Aktie lag die Telekom sogar fast 16 Prozent über den Schätzungen. Der Motor dieser Entwicklung sitzt in den USA. T-Mobile US steigerte die Service-Umsätze um beachtliche 11,5 Prozent.
Die US-Tochter gewann im abgelaufenen Quartal 217.000 neue Vertragskunden. Insgesamt betreut T-Mobile US nun über 34 Millionen Postpaid-Konten. Für das Gesamtjahr peilt das US-Management bis zu eine Million neue Kunden an.
Vorstand hebt Jahresziele an
Die starken US-Zahlen wirken sich direkt auf den Gesamtkonzern aus. Die Telekom schraubt ihre Prognose für 2026 nach oben. Das Management erwartet nun ein bereinigtes operatives Ergebnis von rund 47,5 Milliarden Euro. Der freie Cashflow soll 19,8 Milliarden Euro übersteigen.
Ein weiterer Unsicherheitsfaktor ist vom Tisch. Nach wochenlangen Streiks steht der neue Tarifvertrag. Die Folge: wichtige Planungssicherheit für den Vorstand. Zuvor hatten mehr als 32.000 Mitarbeiter die Arbeit niedergelegt. Die Analysten der UBS werten diesen Abschluss als klaren Pluspunkt.
Operative Stärke trifft auf fallende Kurse. Die Telekom liefert verlässlich ab und löst interne Konflikte. Solange der breite Markt diese fundamentalen Daten ignoriert, bleibt der Abwärtstrend der Aktie intakt. Ein Ausbruch über die 50-Tage-Linie bei knapp 29 Euro würde das technische Bild aufhellen.
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