Deutsche Telekom Aktie: Robert Grindle setzt Ziel auf 40 Euro

T-Mobile US überrascht mit starkem Quartalsgewinn und hebt Prognose an. Analysten sehen Potenzial für die Deutsche Telekom Aktie vor dem Konzernbericht.

Die Kernpunkte:
  • T-Mobile US übertrifft Gewinnerwartungen
  • Jahresprognose für freien Cashflow angehoben
  • Deutsche Telekom treibt Aktienrückkäufe voran
  • Analysten sehen Kurspotenzial von rund 40 Prozent

Die US-Tochter T-Mobile US hat mit ihren Quartalszahlen die Erwartungen übertroffen und liefert der Deutschen Telekom damit einen positiven Auftakt für den eigenen Zwischenbericht. Das Unternehmen wies einen bereinigten Gewinn je Aktie von 2,99 US-Dollar aus, während der Konsens lediglich 2,58 US-Dollar erwartet hatte. Zusätzlich hob T-Mobile US die Jahresprognose für den bereinigten freien Cashflow auf eine Spanne von 18,4 bis 18,8 Milliarden US-Dollar an. Marktbeobachter werten die Zahlen als Signal, das auch dem Zwischenbericht der Konzernmutter am 6. August Rückenwind geben könnte.

An der Börse zeigt sich die Aktie der Deutschen Telekom zunächst verhalten: Am heutigen Donnerstag notiert das Papier bei 27,12 Euro und verliert 1,13 Prozent, nachdem es am Mittwoch noch bei 27,43 Euro geschlossen hatte. Auf Wochensicht steht dennoch ein Plus von 4,11 Prozent zu Buche. Der Kurs bewegt sich damit nur knapp oberhalb seines 50-Tage-Durchschnitts von 27,05 Euro, was auf eine vorerst noch verhaltene, aber stabile Grundtendenz hindeutet.

Rückkaufprogramm läuft weiter, Netzausbau schreitet voran

Parallel zur operativen Entwicklung treibt der Konzern sein laufendes Aktienrückkaufprogramm 2026 voran. In der vierten Zwischenmeldung für den Zeitraum vom 20. bis 24. Juli erwarb die Deutsche Telekom rund 1,35 Millionen eigene Aktien zu einem Durchschnittskurs von etwa 26,70 Euro. Solche Rückkäufe stützen üblicherweise die Nachfrage nach der Aktie und signalisieren Vertrauen des Managements in die eigene Bewertung.

Auch beim Netzausbau meldet der Konzern Fortschritte. In der Feldberger Seenlandschaft hat die Deutsche Telekom einen neuen Mobilfunkstandort mit 4G- und 5G-Technik in Betrieb genommen, um verbliebene Versorgungslücken zu schließen. Im Landkreis Mecklenburgische Seenplatte betreibt das Unternehmen damit inzwischen 197 Standorte. Solche Meldungen betreffen zwar nur einzelne Regionen, verdeutlichen aber die kontinuierliche Infrastrukturinvestition des Konzerns im deutschen Heimatmarkt.

Analysten sehen Bewertungslücke

Am 24. Juli bestätigte Robert Grindle von Deutsche Bank Research seine Einstufung „Buy“ für die Aktie mit einem Kursziel von 40,00 Euro. Er begründete dies unter anderem mit den starken Kennziffern der US-Tochter, die seiner Einschätzung nach die Konzernbewertung insgesamt stützen. Einem Mitte Juli veröffentlichten Medienbericht zufolge sahen Analysten von JPMorgan und UBS im Schnitt ein Kursziel von 38,13 Euro für die Aktie – eine Bewertungslücke von rund 40 Prozent zum damaligen Kursniveau.

Mit Blick auf die Marktkapitalisierung von knapp 131 Milliarden Euro bleibt die Deutsche Telekom einer der größten europäischen Telekomwerte. Die kommenden Wochen dürften zeigen, ob sich der positive Trend aus den USA im Konzernbericht bestätigt: Am 6. August legt die Deutsche Telekom ihre Zahlen für das zweite Quartal und das erste Halbjahr 2026 vor, die Ergebnisse für das dritte Quartal folgen am 5. November.

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