Deutsche Telekom Aktie: Seitwärtsphase ohne Katalysator

Bei der Telekom bleibt eine mögliche Trendwende unbestätigt: Über 29,52 Euro könnte das Chartbild 36 Euro anvisieren, darunter droht Schwäche.

Die Kernpunkte:
  • Inverse Formation bislang nicht bestätigt
  • Widerstandszone liegt bei 29,34 Euro
  • Unterstützung bei 27,77 Euro
  • Chartziel von 36 Euro möglich

Bei der Deutschen Telekom richtet sich der Blick heute auf ein charttechnisches Muster, das Anlegern neue Kursfantasie liefert. Die Aktie zeigt eine potenzielle inverse Schulter-Kopf-Schulter-Formation – ein Umkehrmuster, das nach länger anhaltender Schwäche auf eine Trendwende nach oben hindeutet. Gelingt ein Ausbruch über die Marke von 29,34 bis 29,52 Euro, sehen Chartanalysten ein Kursziel von 36 Euro als erreichbar an.

Unterstützung hält bislang

Nach unten zeigt sich das Papier bei 27,77 Euro gut abgesichert, die langfristige 200-Wochen-Linie verläuft bei 25,73 Euro und markiert eine weitere charttechnische Auffangzone. Aktuell notiert die Aktie bei 28,19 Euro und damit im Tagesverlauf um 0,6 Prozent im Minus.

Der Wert bewegt sich damit in einer Zone, in der das beschriebene Muster noch nicht bestätigt, aber auch nicht widerlegt ist – die kommenden Handelstage dürften zeigen, ob der Ausbruchsversuch gelingt.

Die Aktie hat sich zuletzt seit dem Bekanntwerden der Beteiligung von Elliott Investment Management vor knapp einer Woche kaum bewegt, seither steht ein Minus von 0,6 Prozent zu Buche.

Auch das im August ausgeweitete Aktienrückkaufprogramm sowie die jüngste Personalentscheidung im Vorstand haben bislang keine nachhaltige Kursdynamik ausgelöst. Vor diesem Hintergrund gewinnt die technische Perspektive an Bedeutung: Charttechniker suchen nach Signalen, wo fundamentale Nachrichten aktuell keine klare Richtung vorgeben.

Was das Muster für Anleger bedeutet

Eine Schulter-Kopf-Schulter-Formation gilt unter Chartanalysten als eines der zuverlässigeren Umkehrsignale, sofern sie sich mit steigendem Volumen bestätigt.

Im Fall der Deutschen Telekom würde ein nachhaltiger Ausbruch über die Widerstandszone bei knapp 29,50 Euro das Signal auslösen, dass der seit dem Rekordhoch von 34,35 Euro Ende Februar laufende Abwärtstrend an Kraft verliert. Bleibt der Ausbruch aus oder fällt der Kurs unter die Unterstützung bei 27,77 Euro, würde sich das bullische Szenario dagegen deutlich abschwächen.

Für Anleger heißt das: Die kommenden Wochen liefern an der Kurslinie selbst wichtige Hinweise, unabhängig davon, wie sich die Debatte um Kapitalallokation und Vorstandsbesetzung weiterentwickelt.

Wer auf eine Trendwende setzt, dürfte die Zone um 29,50 Euro als entscheidende Marke im Blick behalten – ein klarer Ausbruch nach oben würde das Ziel von 36 Euro in den Fokus rücken, ein Rückfall unter die Unterstützung würde die charttechnische Erholungshoffnung dagegen vorerst dämpfen.

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