Deutsche Telekom Aktie: SOOFI auf Industrial AI Cloud
Die Deutsche Telekom profitiert von einem KI-Forschungsprojekt auf ihrer Cloud-Plattform und soliden Zahlen der US-Tochter T-Mobile US.

- Europäisches KI-Modell auf Telekom-Cloud trainiert
- T-Mobile US mit Kursplus und Umsatzwachstum
- Telekom als defensiver Wert im Tech-Abschwung
- Stabile Cashflows schützen vor Branchenkorrektur
Die Deutsche Telekom trotzt der Korrektur im Technologiesektor. Während Halbleiterwerte am 23. Juni massiv unter Druck gerieten, stützen zwei Entwicklungen den Bonner Konzern: ein europäisches KI-Forschungsprojekt auf Telekom-Infrastruktur und starke Zahlen aus den USA.
Telekom-Cloud trainiert europäisches KI-Modell
Das Projekt „SOOFI“ der TU Darmstadt hat sein erstes Sprachmodell auf der „Telekom Industrial AI Cloud“ trainiert. Das Modell „Soofi S“ ist ein sogenanntes Mixture-of-Experts-Modell mit 30 Milliarden Parametern. Es läuft auf NVIDIA Blackwell GPUs — Hardware, die für großskalige Sprachmodelle ausgelegt ist.
Das Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz fördert das Projekt bis Juli 2026 mit rund 20 Millionen Euro. Das Ziel: digitale Souveränität für Europa im KI-Bereich.
Für die Telekom ist das mehr als ein Forschungsauftrag. Der Konzern positioniert sich damit als Infrastrukturpartner für industrielle KI-Anwendungen — jenseits des klassischen Mobilfunkgeschäfts.
T-Mobile US hält Kurs
Die US-Tochter liefert solide Rückendeckung. Am 23. Juni legte T-Mobile US im NASDAQ-Handel um 1,8 Prozent auf 183,28 USD zu — gegen den Trend im Tech-Sektor.
Im ersten Quartal 2026 erzielte T-Mobile US einen Umsatz von 23,11 Milliarden USD, ein Plus von 10,63 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Analysten erwarten für das Gesamtjahr einen Gewinn je Aktie von rund 10,42 USD. Die Dividende soll 2026 auf 4,15 USD steigen, nach 3,66 USD im Vorjahr.
Am 23. Juli folgen die Q2-Zahlen — der nächste konkrete Gradmesser für die operative Stärke des Konzerns.
Defensiver Wert in einem nervösen Markt
Der DAX schloss am 23. Juni mit einem Minus von 0,98 Prozent bei 24.893 Punkten. Infineon verlor 6,3 Prozent, Aixtron sogar 8,3 Prozent. Auslöser war eine globale Verkaufswelle bei KI-Titeln.
Die Telekom blieb davon weitgehend verschont. Stabile Cashflows aus dem Mobilfunk wirken als Puffer. Das KI-Engagement über die Industrial AI Cloud kommt obendrein — ohne das Risikoprofil eines reinen Technologiewerts.
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