Deutsche Telekom Aktie: SpaceX-Gerücht über 320 Mrd. Dollar
Spekulationen um SpaceX-Übernahme von T-Mobile US und Ausbau der Glasfaser-Infrastruktur prägen die Telekom-Aktie.

- 320-Milliarden-Dollar-Gerücht um SpaceX
- T-Mobile US als wichtigster Werttreiber
- Telekom baut Glasfaser-Vorsprung aus
- Aktie erholt sich von 52-Wochen-Tief
Ein Gerücht mit einem Volumen von 320 Milliarden US-Dollar bringt die Telekom-Aktie am Montag in die Schlagzeilen. Die Rede ist von einer möglichen Übernahme der US-Tochter T-Mobile US durch SpaceX. Bestätigt hat das bislang niemand.
SpaceX-Spekulation ohne offizielle Basis
Laut einem Bericht von TD Cowen kursiert am Markt die Idee, Elon Musks Raumfahrtunternehmen könnte T-Mobile US übernehmen. Die Marktkapitalisierung des US-Mobilfunkers lag Anfang Juli bei rund 192 bis 195 Milliarden Dollar. Ein Deal im kolportierten Volumen würde also eine satte Prämie bedeuten.
Weder die Deutsche Telekom noch SpaceX oder T-Mobile US haben die Spekulation bestätigt. Trotzdem hört der Markt genau hin. T-Mobile US liefert den Löwenanteil des Wachstums im Telekom-Konzern und gilt als wichtigster Werttreiber im Portfolio.
Glasfaser: Telekom baut ihren Vorsprung aus
Neben den US-Gerüchten sorgt eine zweite Entwicklung für Interesse: der deutsche Glasfasermarkt. Laut Berichten des „manager magazin“ festigt die Telekom dort ihre Position deutlich. Der Grund: Viele Wettbewerber kämpfen mit Ausbaukosten, die hierzulande bis zu siebenmal höher liegen als etwa in Spanien.
Kleinere Anbieter verlieren beim Netzausbau an Boden oder Kunden. Die Telekom nutzt diese Schwäche aus und baut ihre Infrastruktur konsequent weiter aus. Branchenbeobachter sprechen bereits von einem Kurs in Richtung erneuter Monopolstellung im Heimatmarkt.
Kurs erholt sich, bleibt aber angeschlagen
Die Aktie notiert aktuell bei 25,34 Euro, ein Plus von 0,56 Prozent gegenüber dem Freitagsschluss von 25,20 Euro. Auf Wochensicht steht ein Zuwachs von 1,81 Prozent zu Buche. Der DAX markiert derweil mit über 25.900 Punkten neue Rekordmarken, gestützt von starken deutschen Industrieaufträgen und der Hoffnung auf ausbleibende US-Zinserhöhungen.
Das Bild bleibt gemischt. Erst am 30. Juni fiel die Aktie auf ein 52-Wochen-Tief von 23,54 Euro. Vom Rekordhoch bei 34,35 Euor aus Ende Februar trennen das Papier weiterhin gut 26 Prozent, auf Jahressicht steht ein Minus von 18,34 Prozent.
Auch technisch fehlt noch die Bestätigung einer echten Trendwende. Der Kurs notiert knapp 8 Prozent unter dem 50-Tage-Durchschnitt von 27,49 Euro und rund 12 Prozent unter dem 200-Tage-Durchschnitt. Der RSI von 38,5 signalisiert, dass die Aktie technisch eher überverkauft ist als überhitzt.
Die nächste konkrete operative Weichenstellung für T-Mobile US steht Anfang August an. Dann will die US-Tochter den Berichten zufolge ihr veraltetes 2G-Netz endgültig abschalten.
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