Deutsche Telekom Aktie: Starlink-Schock!

Der Kurs gab nach Branchenbedenken nach; das Management bekräftigte Ziele und verlängerte die Rechte an der 3. Liga.

Die Kernpunkte:
  • Aktie verlor gestern 8,6 Prozent
  • SpaceX-Frequenzkauf schürt Konkurrenzsorgen
  • Management bestätigte mittelfristige Konzernziele
  • 3.-Liga-Rechte bis 2030/31 verlängert

Die Aktie der Deutschen Telekom ist gestern um 8,6 Prozent auf 24,70 Euro abgerutscht. Auslöser für den deutlichen Kursrückgang waren wachsende Sorgen um das US-Geschäft der Bonner, die im Sog einer Branchenunruhe in den Vereinigten Staaten unter spürbaren Verkaufsdruck gerieten.

Laut der Nachrichtenagentur Reuters belasteten Berichte über SpaceX das Marktumfeld der gesamten Branche. Das Raumfahrtunternehmen hatte am Donnerstag den Kauf eines landesweiten 800-MHz-Frequenzportfolios von Grain Management vereinbart. Diese Transaktion schürte Befürchtungen vor neuer Konkurrenz durch Starlink Mobile für etablierte Anbieter.

Da die Deutsche Telekom eine Mehrheit von 54 Prozent an ihrer US-Tochter T-Mobile US hält, erfassten die Sorgen der Marktteilnehmer auch die Papiere der Konzernmutter. Der angekündigte Frequenzkauf steht allerdings unter regulatorischem Vorbehalt.

Analysten sehen Fundamentaldaten intakt

Trotz der deutlichen Kursreaktion halten Marktbeobachter an ihren positiven Einschätzungen fest. Die Schweizer Großbank UBS beließ ihre Einstufung am 7. Oktober auf „Buy“ mit einem Kursziel von 35,10 Euro. UBS-Analyst Polo Tang verwies auf die Innovationskraft, das hohe Investitionsvolumen und die robusten Wachstumsperspektiven des Konzerns.

Zuvor passte Goldman Sachs die eigenen Erwartungen moderat an. Das Institut senkte das Kursziel am 5. Oktober von 40 auf 38 Euro, beließ die Einstufung laut dpa-AFX jedoch unverändert auf „Buy“. Weitere Branchenbeobachter bestätigten im selben Zeitraum ebenfalls ihre Kaufempfehlungen für den Bonner Konzern.

Strategische Initiativen und Termine

Rückendeckung für das operative Geschäft lieferte zu Wochenbeginn die Unternehmensführung. Auf dem KI-Investorentag am 5. Oktober bekräftigte das Management die mittelfristigen Konzernziele und die Prognose. Der verstärkte Einsatz moderner Technologien soll Einsparungen von rund 2,5 Milliarden Euro bei den indirekten Kosten ermöglichen. Außerhalb der USA peilt die Telekom zudem rund 800 Millionen Euro an technologiebezogenen Umsätzen an.

Im Heimatmarkt setzt das Unternehmen parallel dazu auf Kontinuität bei den Medieninhalten. Gestern verlängerte der Konzern die exklusiven Medienrechte an der 3. Liga mit dem Deutschen Fußball-Bund bis einschließlich der Saison 2030/31, was alle 380 Saisonbegegnungen sowie die Relegationsspiele umfasst. Frische Finanzdaten folgen in wenigen Wochen: Anfang November legt die Deutsche Telekom die Geschäftszahlen für das dritte Quartal vor.

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