Deutsche Telekom Aktie: T-Mobile US wächst 11,3 Prozent
Die Deutsche Telekom hebt nach einem starken Quartal die Jahresprognose an, getrieben vom US-Geschäft. Glasfaserausbau und operative Stärke stehen im Fokus.

- Prognose für EBITDA auf 47,5 Milliarden Euro angehoben
- T-Mobile US treibt Service-Umsätze um 11,3 Prozent
- Glasfaserausbau in Deutschland erreicht 13 Millionen Haushalte
- Aktie bleibt trotz positiver Nachrichten unter Druck
Die Deutsche Telekom liefert zum Jahresstart, was der Markt sehen will: Wachstum im Kerngeschäft und eine höhere Jahresprognose. Der wichtigste Treiber sitzt weiter in den USA. Genau dort entscheidet sich, wie viel Rückenwind der Konzern in einem zähen Telekommarkt bekommt.
T-Mobile US zieht den Konzern
Im ersten Quartal 2026 legten organische Service-Umsätze und bereinigtes EBITDA spürbar zu. Besonders T-Mobile US stach heraus: Die Service-Umsätze stiegen um 11,3 Prozent. Konzernweit beschleunigte sich das organische EBITDA-Wachstum auf 7,5 Prozent.
Finanzvorstand Christian Illek verwies auf starkes organisches Momentum und Akquisitionen. Die Übernahme von U.S. Cellular half dem US-Geschäft zusätzlich. Für die Telekom ist das mehr als ein regionaler Erfolg. Die US-Tochter prägt inzwischen den Ton im Konzern.
Prognose steigt nach starkem Auftakt
Der Vorstand hob nach dem starken Auftakt die Jahresprognose an. Für das Gesamtjahr erwartet die Telekom nun währungsbereinigt rund 6 Prozent EBITDA-Wachstum auf 47,5 Milliarden Euro.
Der Free Cash Flow (AL) soll über 19,8 Milliarden Euro liegen. Beim bereinigten Ergebnis je Aktie meldete die Telekom im Quartal ein Plus von 8 Prozent. Die Erwartung für das jährliche EPS-Wachstum bleibt bei 10 Prozent.
Der Konzernumsatz lag bei 29,87 Milliarden Euro und übertraf die Markterwartungen leicht. Der Nettogewinn ging dennoch zurück. Das dämpft die saubere Wachstumsstory, weil Kosten und Wettbewerb weiter Druck machen.
Glasfaser bleibt Investitionsthema
Auch im Netzgeschäft macht die Telekom Tempo. In Europa kamen 3,6 Millionen Haushalte mit Glasfaser hinzu. In Deutschland erreicht das Netz inzwischen 13 Millionen Haushalte. Jährlich will der Konzern hierzulande 2,5 Millionen weitere Haushalte anschließen.
Das ist strategisch wichtig. Glasfaser bindet Kunden, stützt Bündelangebote und senkt langfristig den Druck im klassischen Anschlussgeschäft. Kurzfristig bleibt der Ausbau aber kapitalintensiv.
Das Investitionsvolumen für Glasfaser steigt in den kommenden Jahren um 800 Millionen Euro. KI soll Planung und Qualitätskontrolle effizienter machen. Die Ausbaukosten sanken dadurch um etwa 10 bis 15 Prozent.
Aktie bleibt unter Druck
Am Donnerstag notierte die Aktie bei 27,76 Euro und verlor 1,70 Prozent. Im Jahresvergleich steht ein Minus von 12,57 Prozent. Die bessere Prognose reicht also noch nicht für eine klare Trendwende.
Zum 50-Tage-Durchschnitt bleibt ein Abstand von 8,28 Prozent. Auch gegenüber der 200-Tage-Linie notiert die Aktie tiefer. Der Markt honoriert die operative Stärke nur begrenzt.
Goldman Sachs senkte das Kursziel von 42 auf 40 Euro, blieb aber bei „Buy“. Die Kürzung passt zum Kursbild: Die Telekom wächst, aber die Bewertung bekommt weniger Vorschusslorbeeren.
Solange die Aktie unter der 50-Tage-Linie bleibt, prallt die operative Stärke auf ein schwaches Kursbild. Eine Rückkehr über diese Linie würde die höhere Prognose auch im Chart sichtbarer machen.
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