Deutsche Telekom Aktie: T-Mobile US zwingt 142 Millionen Kunden zum Wechsel
T-Mobile US beendet alte Handytarife für Millionen Kunden. Die Telekom-Aktie notiert nahe ihrem Jahrestief und setzt auf Aktienrückkäufe.

- Millionen Kunden müssen Altverträge aufgeben
- Preisgarantie für fünf Jahre angekündigt
- Aktienkurs fällt auf 52-Wochen-Tief
- Konzern startet weitere Aktienrückkäufe
T-Mobile US greift hart durch. Die wertvollste Tochter der Deutschen Telekom zwingt Millionen Nutzer alter Handytarife zum Wechsel. Damit will der Konzern seine IT-Strukturen verschlanken und die Margen sichern. Für Anleger beginnt eine spannende Phase.
Das Ende der Altverträge
Der US-Mobilfunker betreut aktuell rund 142 Millionen Kunden. Nun räumt das Management das Tarif-Wirrwarr der vergangenen Jahre auf. Betroffene Nutzer müssen ihre teils 15 Jahre alten Verträge aufgeben. Sie wechseln in moderne Tarife. Das Unternehmen verspricht zwar eine fünfjährige Preisgarantie. Medienberichten zufolge drohen vielen Kunden dennoch bald höhere Kosten.
Das Ziel: T-Mobile US will den durchschnittlichen Umsatz pro Nutzer stabilisieren. Parallel dazu räumt der Konzern bei der Netztechnik auf. Anfang August schaltet der Anbieter sein altes 2G-Netz endgültig ab. Die frei werdenden Frequenzen fließen direkt in moderne Kapazitäten. So rüstet sich die Telekom-Tochter gegen neue Satellitendienste wie Starlink.
Aktie sucht den Boden
An der Börse zeigt sich ein getrübtes Bild. Die T-Aktie beendete den Freitagshandel bei 25,20 Euro. Auf Monatssicht steht ein Minus von gut zehn Prozent auf der Kurstafel. Damit handelt das Papier nahe seinem jüngsten 52-Wochen-Tief. Warnungen der Investmentbank Barclays belasten die Stimmung ebenso wie drohende europäische Frequenzauktionen.
Die Unternehmensführung steuert mit Aktienrückkäufen dagegen. Bis zum Herbst fließt eine weitere Tranche über 560 Millionen Euro in den Markt. Abseits davon lauert in Europa ein politisches Risiko. Eine neue KPMG-Studie rechnet vor, was ein Bann chinesischer Netztechnik kosten würde. Allein auf Deutschland kämen bis 2030 Belastungen von rund 170 Milliarden Euro zu.
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