Deutsche Telekom Aktie: T-Mobile-Zahlen am 23. Juli
Die Telekom-Aktie erholt sich leicht vom 52-Wochen-Tief. Analysten blicken gespannt auf die Quartalszahlen der US-Tochter T-Mobile.

- Kurs erholt sich von 52-Wochen-Tief
- RSI signalisiert überverkaufte Lage
- Fokus auf T-Mobile US Quartalszahlen
- Glasfasermarkt: Telekom weiterhin führend
Nach einem neuen 52-Wochen-Tief von 25,71 Euro Anfang der Woche erholt sich die Deutsche Telekom leicht. Der Schlusskurs von Mittwoch lag bei 26,29 Euro — knapp über der psychologisch wichtigen Marke von 26 Euro.
Technisch überverkauft, fundamental belastet
Der RSI steht bei 32,8 und nähert sich damit dem überverkauften Bereich. Das gilt als mögliches Signal für eine kurzfristige Gegenbewegung. Allerdings bleibt das Bild insgesamt trüb: Auf Sicht von 30 Tagen verlor die Aktie zehn Prozent. Der 50-Tage-Durchschnitt liegt bei 28,03 Euro — rund sechs Prozent über dem aktuellen Kurs.
Das 52-Wochen-Hoch von 34,35 Euro aus dem Februar ist inzwischen mehr als 23 Prozent entfernt. Auf Jahressicht steht ein Minus von knapp 15 Prozent.
T-Mobile US als wichtigster Kurstreiber
Der entscheidende Impuls dürfte von der US-Tochter kommen. T-Mobile US legt am 23. Juli die Zahlen für das zweite Quartal vor. Im ersten Quartal lief es stark: 2,27 US-Dollar Gewinn je Aktie, Umsatz plus 10,63 Prozent auf 23,11 Milliarden US-Dollar.
Für das Gesamtjahr rechnen Analysten mit einer Dividende von 4,15 US-Dollar. Am Mittwochabend schloss das Papier an der NASDAQ mit einem leichten Abschlag bei 182,87 US-Dollar.
Satellitenregulierung und Glasfasermarkt
Auf Branchenebene veröffentlichte die GSMA am 24. Juni ein globales „Satellite Regulatory Playbook“. Das Regelwerk soll Regierungen dabei helfen, Satellitendienste einheitlich in Mobilfunknetze zu integrieren. Die Deutsche Telekom spielt in der GSMA eine tragende Rolle — ein Bereich, in dem Telekom-Konzerne künftig Wachstum erwarten.
Im Glasfasermarkt führt die Telekom mit rund 15,1 Millionen angeschlossenen Haushalten. Wettbewerber klagen über hohe Baukosten und gestiegene Zinsen. Branchenverband VATM setzt langfristig auf KI-Anwendungen als Nachfragetreiber.
Das allgemeine Marktumfeld half zuletzt wenig: Der DAX schloss am Mittwoch 0,62 Prozent im Minus. Fallende Ölpreise und ein Ifo-Geschäftsklimaindex von 85,6 Punkten sorgten aber für etwas Entspannung am Anleihenmarkt — das kommt zinssensitiven Titeln wie der Telekom zugute.
Ob die 26-Euro-Marke hält, wird sich spätestens mit den T-Mobile-Quartalszahlen Ende Juli zeigen. Bis dahin bleibt der Kurs anfällig für weitere Schwankungen.
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