Deutsche Telekom Aktie: T-Systems fordert Hybrid-Cloud

T-Systems fordert Hybrid-Cloud-Lösungen für mehr Sicherheit der Bahn-IT. Die Telekom-Aktie erholt sich leicht von ihren Jahrestiefs.

Die Kernpunkte:
  • T-Systems warnt vor Cyberrisiken für Bahn-IT
  • Hybrid-Cloud als Sicherheitslösung vorgeschlagen
  • Telekom treibt auch Quantenkommunikation voran
  • Aktie erholt sich um über fünf Prozent

Zugverspätungen kennt jeder. Ein Cyberangriff auf die Bahn-IT wäre ein anderes Kaliber. Genau davor warnt jetzt die Telekom-Tochter T-Systems – und fordert ein Umdenken bei der Digitalisierung des öffentlichen Verkehrs.

Hybrid-Cloud statt Alles-oder-nichts

Cyberangriffe nehmen zu. Geopolitische Spannungen wachsen. T-Systems sieht darin ein Risiko für die IT-Systeme von Bahn- und Nahverkehrsunternehmen. Die Lösung soll ein Hybrid-Cloud-Ansatz sein.

Das Prinzip dahinter: Nicht jede Anwendung braucht das gleiche Sicherheitsniveau. Sensible Systeme bekommen mehr Schutz, andere bleiben flexibel in der Cloud. T-Systems positioniert dabei die T-Cloud als europäische Alternative zu US-Anbietern. Das Ziel ist digitale Souveränität, ohne auf Cloud-Technologie komplett zu verzichten.

Der Vorstoß hat einen klaren Hintergrund. Öffentlicher Verkehr zählt zur kritischen Infrastruktur. Ein Ausfall trifft nicht nur Bahnkunden, sondern ganze Regionen.

Telekom baut Zukunftsfelder aus

Der Vorstoß bei der Bahn-IT ist kein Einzelfall. Die Deutsche Telekom investiert zunehmend in Bereiche jenseits des klassischen Netzgeschäfts. Neben Glasfaser- und Mobilfunkausbau treibt der Konzern auch Quantenkommunikation voran.

Erst kürzlich erhielten die Telekom und das Austrian Institute of Technology den Zuschlag für EU-Projekte zu quantenbasierten Kommunikationsnetzen. Die Telekom leitet dabei das Projekt „Petrus 2“. Es soll länderübergreifende Infrastruktur für Quantenkommunikation aufbauen.

Aktie erholt sich von den Tiefs

An der Börse zeigt die Telekom-Aktie zuletzt Stärke. Der Kurs notiert bei 26,65 Euro und legte binnen einer Woche um 5,38 Prozent zu. Auf Jahressicht bleibt allerdings ein Minus von 12,48 Prozent stehen – die Erholung ist frisch, der langfristige Trend noch angeschlagen.

Die Strategie hinter Vorstößen wie dem T-Systems-Vorschlag ist klar erkennbar: Die Telekom will sich als Anbieter für digitale Resilienz in kritischen Sektoren positionieren. Ob daraus neue Aufträge im Geschäftskundensegment werden, zeigt sich in den kommenden Monaten – etwa daran, ob Bahn- und Nahverkehrsunternehmen den Hybrid-Cloud-Ansatz tatsächlich umsetzen.

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