Deutsche Telekom Aktie: Tariftermin 26./27. Mai
Die Deutsche Telekom zeigt operative Stärke, doch der Arbeitskampf mit ver.di überschattet die Aktie und sorgt für Kursverluste.

- Vierte Verhandlungsrunde Ende Mai
- Über 20.000 Beschäftigte im Warnstreik
- Aktie verliert 15 Prozent in zwölf Monaten
- Operativ solides Wachstum im ersten Quartal
Die Deutsche Telekom liefert operativ solide Zahlen, aber der Tarifkonflikt rückt näher an den Kapitalmarkt heran. Ende Mai steht die vierte Verhandlungsrunde mit ver.di an. Bis dahin bleibt ein Risiko im Raum: Streiks treffen nicht die Wachstumsstory, aber sie stören das Bild eines Konzerns im ruhigen Aufwärtstrend.
ver.di erhöht den Druck
Seit dem Start des Arbeitskampfs am 28. April haben sich mehr als 20.000 Beschäftigte an Warnstreiks beteiligt. Bei einer Kundgebung in Potsdam kamen rund 2.500 Beschäftigte zusammen. Das zeigt: Der Konflikt bleibt nicht auf einzelne Standorte begrenzt.
ver.di fordert 6,6 Prozent mehr Entgelt für rund 60.000 Tarifbeschäftigte. Dazu kommt ein Mitgliederbonus von 660 Euro pro Jahr. Die Arbeitgeberseite hat in der dritten Runde erstmals ein Strukturangebot vorgelegt.
Der Gewerkschaft reicht das nicht. Sie wertet das Angebot als zu schwach und verlangt für die nächste Runde ein deutlich besseres Paket. Neu ist auch die Breite des Arbeitskampfs: Beschäftigte aus Vertrieb, Service-Einheiten und T-Systems wurden zu Solidaritätsstreiks aufgerufen.
Für Auszubildende und dual Studierende fordert ver.di höhere Vergütungen. Die Monatsbeträge sollen um 120 Euro steigen. Hinzu käme ein jährlicher Mitgliederbonus von 240 Euro.
Aktie bleibt angeschlagen
An der Börse hilft die operative Stärke derzeit nur begrenzt. Die Aktie schloss am Freitag bei 27,63 Euro und verlor 0,58 Prozent. Auf Sicht von zwölf Monaten steht ein Minus von 15,17 Prozent.
Der Abstand zum 52-Wochen-Hoch beträgt inzwischen 19,33 Prozent. Vom 52-Wochen-Tief trennen den Kurs nur 4,46 Prozent. Damit bleibt das Chartbild trotz kurzer Erholungen fragil.
Auch der Blick auf die Trendsignale ist verhalten. Der Kurs liegt unter dem 50-Tage-Durchschnitt von 30,16 Euro und auch unter der langfristigen Linie. Das spricht nicht für Panik, aber für fehlenden Schwung.
Operativ läuft es besser
Im Kerngeschäft sieht die Lage stabiler aus als der Kurs. Konzernchef Tim Höttges sprach von einem „robusten“ Jahresstart. Er verwies auf breites Wachstum und eine angehobene Jahresprognose, gestützt durch stärkere Vorgaben von T-Mobile US.
Im ersten Quartal stiegen die organischen Serviceumsätze um 4,6 Prozent. Das organische EBITDA legte um 7,5 Prozent zu. Damit bleibt die Telekom operativ auf Kurs, während der Tarifstreit die Wahrnehmung belastet.
Der nächste Fixpunkt ist die Verhandlungsrunde am 26./27. Mai. Kommt dort keine Annäherung zustande, dürfte ver.di den Druck erhöhen. Für den Konzern zählt dann nicht nur die Kostenfrage, sondern auch die Signalwirkung: Ein stabiler operativer Lauf wirkt überzeugender, wenn der interne Konflikt nicht weiter eskaliert.
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