Deutsche Telekom Aktie: Ultra-Kapazitätsnetz fertig?
Die Telekom hat rund die Hälfte ihrer Mobilfunkstandorte erneuert und im August 222.000 Glasfaseranschlüsse ergänzt.

- Hälfte der Mobilfunkstandorte modernisiert
- Datenverkehr wächst jährlich um rund 30 Prozent
- 14,1 Millionen Haushalte und Betriebe glasfaserfähig
- 50 flexible Shop-Formate bundesweit angekündigt
Angesichts eines rasant wachsenden Datenaufkommens beschleunigt die Deutsche Telekom die Modernisierung ihrer heimischen Netzinfrastruktur. Wie das Unternehmen am 30. September bekannt gab, ist mittlerweile rund die Hälfte der konzerneigenen Mobilfunkstandorte auf den neuesten Stand gebracht.
Das Projekt zielt darauf ab, die bestehende Architektur schrittweise in ein Ultra-Kapazitätsnetz umzuwandeln. Hintergrund dieser Maßnahme ist der mobile Datenverkehr, der nach Angaben des Konzerns jährlich um rund 30 Prozent ansteigt.
Glasfaserausbau erreicht neue Millionenmarke
Parallel zum Mobilfunk meldet der Bonner Konzern Fortschritte beim Festnetzausbau. Im August wurden nach Unternehmensangaben 222.000 zusätzliche Glasfaseranschlüsse geschaffen. Damit können mittlerweile 14,1 Millionen Haushalte und Betriebe Angebote auf Basis der reinen Glasfaserleitung buchen.
Der Netzausbau im Festnetz- und Mobilfunkbereich verdeutlicht die Strategie, durch eigene Infrastruktur Wettbewerbsvorteile abzusichern. In einem gesättigten Marktumfeld kommt es vor allem darauf an, die Übertragungsqualität im Alltag zu garantieren und Kundenabwanderung zu verhindern. Der Konzern begegnet den wachsenden Datenströmen daher gezielt mit baulichen Kapazitätsreserven.
Branchenimpulse und Analystenstimme zur Netzausrüstung
Für zusätzliche Aufmerksamkeit sorgten zuletzt medienwirksame Debatten um Netzwerkhardware. Analyst Ulrich Rathe von Bernstein Research beließ die Einstufung für die Deutsche Telekom am 30. September auf „Market-Perform“ mit einem Kursziel von 28,10 Euro.
Als möglichen Impuls nannte er einen Reuters-Bericht über EU-Pläne, den Zeitplan für den Austausch von Komponenten der Hersteller Huawei und ZTE zu entschärfen. Laut dem Bericht könnten die Deutsche Telekom und Vodafone von einer solchen Lockerung profitieren.
Vertriebsstrategie und Ausblick auf die Quartalszahlen
Auch an den Kundenschnittstellen stellt sich das Unternehmen neu auf. Am 24. September kündigte die Deutsche Telekom an, künftig bundesweit 50 flexible Shop-Formate einzuführen.
Konkrete Einblicke in die operative Entwicklung erwarten die Anleger in Kürze. Am 5. November will der Konzern seine Finanzergebnisse für das dritte Quartal präsentieren.
An der Börse zeigte sich das Papier zuletzt stabilisiert. Am Freitag legte die Aktie um 1,9 Prozent zu und beendete den Handel bei 26,59 Euro. Gleichwohl notiert der Kurs 23 Prozent unter seinem 52-Wochen-Hoch.
Stand heute, 5. Oktober: Deutsche Telekom – Kaufen, halten oder verkaufen?
Wer in Deutsche Telekom investiert ist oder einen Einstieg prüft, sollte die Lage jetzt neu bewerten. Die Gratis-Analyse vom 5. Oktober gibt die klare Antwort – und zeigt, warum Abwarten gerade jetzt riskanter sein kann, als es wirkt.




