Deutsche Telekom Aktie: Volkswagen wählt T Cloud Private

T-Systems sichert sich Volkswagen als Cloud-Kunden, plant Drohnenabwehr-Netz und treibt Aktienrückkäufe voran. Kurs reagiert verhalten.

Die Kernpunkte:
  • T-Systems gewinnt VW als Cloud-Kunden
  • Drohnenabwehr mit Telekom-Mobilfunkmasten
  • Rückkäufe von über 72 Millionen Euro im Juni
  • Kurs bleibt unter Jahreshoch vom Februar

VW-Großauftrag, Drohnenabwehr, Aktienrückkäufe — die Deutsche Telekom liefert gleich mehrere strategische Meldungen auf einmal. Der Kurs reagiert verhalten positiv, notiert aber weiterhin deutlich unter den Höchstständen vom Februar.

T-Systems gewinnt Volkswagen als Cloud-Kunden

T-Systems, die IT-Sparte der Telekom, hat einen bedeutenden Auftrag von Volkswagen gewonnen. Die „T Cloud Private“ wird zur zentralen Infrastruktur für Anwendungen im gesamten VW-Konzern. Das ist mehr als ein einzelner Deal: Es zeigt, dass große deutsche Unternehmen auf souveräne Cloud-Lösungen setzen — und T-Systems dabei als Partner wählen. Die Sparte richtet sich seit einiger Zeit konsequent auf hochmargige Cloud- und Sicherheitsdienste aus.

Drohnenabwehr mit Telekom-Masten

Ein weiteres Projekt verbindet die Telekom mit der Deutschen Flugsicherung und dem Rüstungselektronik-Konzern Hensoldt. Die drei Partner planen ein bundesweites Drohnenabwehrnetz, das auf künstlicher Intelligenz basiert. Die Mobilfunkmasten der Telekom sollen dabei als Datenpunkte zur Erkennung von Bedrohungen dienen. Das Projekt ist noch in der Planungsphase, positioniert den Konzern aber in einem wachsenden Sicherheitssegment.

Rückkäufe stützen die Aktie

Laufende Aktienrückkäufe liefern technische Unterstützung. Allein in der ersten Juniwoche kaufte die Telekom gut 1,58 Millionen eigene Aktien zurück — für über 45 Millionen Euro. Bis zum 10. Juni summierten sich die Junirückkäufe auf mehr als 72 Millionen Euro. Seit April hat der Konzern damit insgesamt über 13,6 Millionen Aktien erworben.

Der Kurs schloss am Freitag bei 28,33 Euro — ein Plus von 0,68 Prozent am Tag, rund 9 Prozent über dem 52-Wochen-Tief von Ende Oktober. Vom Jahreshoch bei 34,35 Euro trennt die Aktie allerdings noch ein Abstand von fast 18 Prozent.

Ein kurzfristiger Katalysator könnte die Tarifabstimmung für die inländischen Mitarbeiter bis zum 19. Juni sein. Ein positives Votum würde die Personalkosten planbarer machen — für ein Unternehmen mit zehntausenden Beschäftigten in Deutschland kein unwichtiger Faktor.

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