Deutsche Telekom Aktie: Zwei Milliarden für Rückkäufe im Streik

Die Deutsche Telekom treibt ihr Aktienrückkaufprogramm voran, während Warnstreiks den Service lahmlegen. Quartalszahlen und Tarifverhandlungen stehen bevor.

Die Kernpunkte:
  • Milliardenschweres Aktienrückkaufprogramm läuft
  • Warnstreiks in zwölf Bundesländern
  • Dritte Verhandlungsrunde mit ver.di startet
  • Quartalszahlen am 13. Mai erwartet

Die Deutsche Telekom investiert Milliarden in die eigene Aktie. Parallel dazu legen Warnstreiks in zwölf Bundesländern den Kundenservice lahm. Die Gemengelage sorgt für Spannung.

Rückkäufe stützen schwachen Kurs

Der Bonner Konzern setzt sein laufendes Rückkaufprogramm konsequent um. Allein Ende April sammelte die Telekom rund 1,3 Millionen eigene Papiere über Xetra ein. Seit Anfang April summieren sich die Käufe auf fast sechs Millionen Stück. Der Vorstand plant für das laufende Jahr ein Gesamtvolumen von zwei Milliarden Euro ein.

Die Stütze kommt zur rechten Zeit. Mit einem Freitagsschlusskurs von 27,41 Euro notiert das Papier deutlich unter seinem gleitenden 50-Tage-Durchschnitt. Auf Monatssicht verlor die Aktie über elf Prozent.

Gewerkschaft fordert ihren Anteil

Die massiven Aktienkäufe rufen nun die Gewerkschaft ver.di auf den Plan. Sie nutzt das milliardenschwere Programm als Hebel in den Lohnverhandlungen. Die Forderung: 6,6 Prozent mehr Geld für rund 60.000 Tarifbeschäftigte. Hinzu kommt ein jährlicher Mitgliederbonus.

Die Folge: verhärtete Fronten. Warnstreiks treffen aktuell Service-Hotlines und Kundentermine im ganzen Land. Am heutigen Montag sowie am morgigen Dienstag gehen die Parteien in die dritte Verhandlungsrunde.

US-Tochter liefert Vorlage

Am 13. Mai präsentiert das Management die Ergebnisse für das abgelaufene Quartal. Die amerikanische Tochter T-Mobile lieferte bereits eine starke Vorlage. Sie steigerte die Service-Umsätze um elf Prozent auf 18,8 Milliarden US-Dollar. Daraufhin hob die US-Führung die Jahresprognose an. Auch das operative Ergebnis verbesserte sich zweistellig.

Neben dem US-Geschäft blicken Analysten auf den heimischen Glasfaserausbau. Das Unternehmen will im laufenden Jahr rund 2,5 Millionen neue Haushalte anschließen.

Am Mittwoch legt der Konzern seine vollständigen Zahlen vor. Analysten erwarten für das Gesamtjahr einen bereinigten Gewinn von 2,17 Euro je Aktie. Zeitgleich verhandeln Management und Gewerkschaft über den neuen Tarifvertrag. Diese beiden Ereignisse geben die Richtung für die kommenden Wochen vor.

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