Deutsche Telekom erweitert Programmangebot und Glasfasernetz

HBO Max startet bei MagentaTV, während die Telekom in Kirchrode Glasfaser für 7.000 Haushalte plant. Die Aktie gibt im Branchenumfeld nach.

Die Kernpunkte:
  • HBO Max ab Mittwoch bei MagentaTV
  • Sechs Buchungsoptionen für Streamingkunden
  • Glasfaserausbau für 7.000 Einheiten geplant
  • Telekom-Aktie verliert 1,3 Prozent

Die Deutsche Telekom baut ihr Unterhaltungsangebot aus und integriert ab dem heutigen Mittwoch den Streamingdienst HBO Max direkt in ihre Plattform MagentaTV. Kunden stehen insgesamt sechs verschiedene Zubuchoptionen zur Auswahl, wahlweise mit monatlicher Kündigungsmöglichkeit oder als Jahresvertrag mit Preisvorteil. Der Schritt ergänzt das hauseigene Fernsehsystem, das bis zu 180 Sender und Komfortfunktionen wie Timeshift und Replay umfasst.

Über die Kooperation erhalten Nutzer Zugriff auf Produktionen von Warner Bros., Discovery sowie Filmreihen wie Harry Potter und Dune. Ergänzt wird das Programm am 25. September durch den Serienstart von „4 Blocks ZERO“. Das Streaming-Paket lässt sich unabhängig vom jeweiligen Internetanbieter buchen, womit der Bonner Konzern seine Reichweite im Mediengeschäft vergrößern will.

Netzausbau in der Fläche schreitet voran

Parallel zu den Produktneuheiten setzt das Unternehmen den Ausbau der Breitbandnetze fort. Im hannoverschen Stadtteil Kirchrode erfolgte am heutigen Mittwoch der Spatenstich für ein neues Glasfasernetz, das rund 7.000 Haushalte und Gewerbeeinheiten versorgen soll. Nach Angaben von Regionalmanager Christian Ranke werden dort künftig Übertragungsraten von bis zu 1.000 MBit/s ermöglicht.

Das Projekt wird eigenwirtschaftlich realisiert und erfordert mehr als 311 Kilometer Glasfaserkabel sowie 80 neue Netzverteiler. Der Abschluss der Arbeiten ist für das vierte Quartal 2027 geplant.

Eigentümer und Mieter erhalten den Hausanschluss bei sofortiger Tarifbuchung kostenfrei, während bei späteren Beauftragungen Gebühren von rund 1.000 Euro anfallen können. Auch in weiteren Regionen wie Celle und Herzogenrath laufen derzeit eigenfinanzierte Erschließungen.

Branchenumfeld bremst den Aktienkurs

An den Finanzmärkten konnte die operative Offensive die Notierung zur Wochenmitte nicht stützen. Im heutigen Handel verliert das Papier der Deutschen Telekom 1,3 Prozent auf 26,76 Euro. Belastend wirkt vor allem das verhaltene Umfeld im europäischen Telekommunikationssektor. Dort hatte am vergangenen Freitag eine Herabstufung des französischen Anbieters Orange durch Morgan Stanley die Stimmung für die gesamte Branche gedämpft.

Aus fundamentaler Sicht bleibt der DAX-Konzern moderat bewertet. Marktbeobachter rechnen für das laufende Geschäftsjahr 2026 mit einem Kurs-Gewinn-Verhältnis von 13,2, das für 2027 auf 11,3 prognostiziert wird. Dies liegt nahe am historischen Fünfjahresdurchschnitt von 12,6 und spiegelt eine abwartende Haltung der Anleger wider, während der Konzern seine Investitionen in Netzinfrastruktur und Streaming fortführt.

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