Deutsche Telekom: LKA durchsucht 40 Objekte wegen Korruptionsverdacht
Ermittler durchsuchen Geschäftsräume der Telekom Technik GmbH. Ein interner Hinweis führte zu den Korruptionsvorwürfen im Glasfasergeschäft.

- Razzia bei Telekom Technik GmbH
- Korruptionsverdacht im Glasfaserausbau
- Interner Hinweis löste Ermittlungen aus
- T-Aktie fällt unter wichtige Marken
In den frühen Morgenstunden schlugen die Ermittler zu. Das Landeskriminalamt Nordrhein-Westfalen hat rund 40 Wohn- und Geschäftsräume durchsucht, darunter auch die Zentrale der Telekom Technik GmbH in Bonn. Im Zentrum der Ermittlungen steht der politisch stark geförderte Glasfaserausbau. Der Vorfall trifft den DAX-Konzern in einer ohnehin schwierigen Marktphase.
Schmiergeld im Glasfaserausbau
Die Kölner Staatsanwaltschaft ermittelt gegen zehn Personen wegen Bestechung, Untreue und Geldwäsche. Als Hauptakteur gilt ein 37-jähriger Manager der Telekom-Tochter, der für die Auftragsvergabe im Glasfasernetz zuständig war. Er soll lukrative Projekte an einen Duisburger Bauunternehmer vergeben haben.
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Als Gegenleistung flossen laut Ermittlern jeweils drei Prozent der Auftragssumme zurück an den Manager. Nach vorläufigen Erkenntnissen beläuft sich der Schaden auf einen mittleren sechsstelligen Betrag.
Interner Hinweis löst Ermittlungen aus
Insgesamt beschlagnahmte das LKA Vermögenswerte von über einer halben Million Euro und sicherte umfangreiche Datenträger. Pikant an dem Fall: Die Telekom selbst brachte den Stein ins Rollen. Ein anonymer Hinweis auf Schmiergeldflüsse ging über das interne Meldesystem ein.
Daraufhin schaltete das Unternehmen im Herbst 2025 die Behörden ein. Ein Konzernsprecher bestätigte die Durchsuchung des Arbeitsplatzes und betonte die aktive Rolle des Unternehmens bei der Aufklärung. Marktbeobachter werten dies als Zeichen funktionierender Compliance-Strukturen. Das ändert allerdings wenig an der negativen Außenwirkung für das kapitalintensive Ausbaugeschäft.
Aktie rutscht unter wichtige Marken
An der Börse sorgt die Nachricht für zusätzliche Verunsicherung bei den ohnehin angeschlagenen Papieren. Die T-Aktie ging am Donnerstag bei 27,53 Euro aus dem Handel. Auf Sicht von 30 Tagen steht ein Minus von fast 15 Prozent auf der Kurstafel.
Technisch präsentiert sich das Bild eingetrübt. Der Kurs notiert deutlich unter seinen kurz- und langfristigen Durchschnittslinien. Vom 52-Wochen-Hoch trennen den Titel mittlerweile fast 20 Prozent.
Am 13. Mai 2026 präsentiert das Management die Ergebnisse für das erste Quartal. Für das laufende Jahr peilt der Vorstand ein bereinigtes operatives Ergebnis von 47,4 Milliarden Euro an. Hinzu kommt ein geplanter freier Cashflow von knapp 20 Milliarden Euro.
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