Deutz Aktie: Defense-Wette?
In den ersten neun Monaten 2026 legte Deutz bei Umsatz und bereinigtem EBIT zu; die FFG-Übernahme wurde abgeschlossen.

- Neunmonatsumsatz steigt auf 1,67 Milliarden Euro
- Auftragseingang wächst um gut 30 Prozent
- Bereinigtes EBIT erreicht 118 Millionen Euro
- FFG-Übernahme abgeschlossen, zusätzliche Erlöse 2027 erwartet
Deutz hat am Donnerstag eine Gesamtzahl von rund 240 Millionen Stimmrechten nach § 41 WpHG veröffentlicht. Die zugrunde liegende sonstige Kapitalmaßnahme wirkte zum Mittwoch. Mehrstimmrechte bestehen der Pflichtmitteilung zufolge nicht.
Analysten halten an Kaufempfehlungen fest
Berenberg bestätigte am Freitag die Einstufung „Buy“ mit einem Kursziel von 16,50 Euro. Die Bank verwies auf durchwachsene Zahlen für das dritte Quartal und den vorzeitigen Abschluss der Übernahme der Flensburger Fahrzeugbau Gesellschaft.
Bereits am Donnerstag hatte die DZ Bank ihren fairen Wert von 16 auf 15 Euro gesenkt. Analyst Thorsten Reigber beließ die Einstufung auf „Kaufen“ und verwies auf das Neubewertungspotenzial durch die FFG-Übernahme.
Die Aktie verlor am Freitag 2,0% und schloss bei 9,27 €. Damit endete der Handelstag nach der Veröffentlichung der Neunmonatszahlen mit einem Kursrückgang.
Auftragseingang wächst stärker als Umsatz
Für die ersten neun Monate 2026 meldete Deutz am Donnerstag einen Umsatz von 1,67 Mrd. €. Das entsprach einem Anstieg um rund 11 %.
Der Auftragseingang erreichte rund 2 Mrd. € und übertraf den Vergleichswert damit um gut 30 %. Das bereinigte EBIT stieg um rund 36 % auf 118 Mio. €.
Den Umsatzkorridor für 2026 bestätigte das Unternehmen bei 2,3 bis 2,5 Mrd. €. Bei der bereinigten EBIT-Marge erwartete Deutz am Donnerstag einen Wert am oberen Ende der Spanne von 6,5 bis 8 %.
Für das Defense-Segment erwartet Deutz 2027 zusätzliche Umsätze von mehr als 1 Mrd. € durch die am Donnerstag als abgeschlossen gemeldete FFG-Übernahme. Die bereinigte EBITDA-Marge soll dabei über 20 % liegen.
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