Deutz: Bernstein sieht 9,44 Euro

Trotz verhaltener Ersteinschätzung von Bernstein setzt die Deutz-Aktie ihren Aufwärtstrend fort. Die Q2-Zahlen am 6. August werden richtungsweisend.

Die Kernpunkte:
  • Bernstein startet mit 'Market Perform'
  • Deutz-Aktie überwindet 200-Tage-Linie
  • Kursgewinn von 19,8 Prozent seit Jahresstart
  • Halbjahreszahlen am 6. August erwartet

Ein Researchhaus startet mit einer skeptischen Ersteinschätzung, während die Deutz-Aktie ihren Aufwärtstrend fortsetzt. Diese Diskrepanz wirft eine Frage auf: Vertraut der Markt der operativen Story mehr als die Analysten?

Bernstein sieht Luft nach unten

Ein Researchhaus hat die Coverage für Deutz aktuell aufgenommen und die Aktie mit „Market Perform“ eingestuft. Das Kursziel liegt bei 9,44 Euro – deutlich unter dem aktuellen Kursniveau von 10,18 Euro. Die Einschätzung fällt damit zurückhaltender aus als der jüngste Kursverlauf vermuten lässt.

Warburg Research hatte den Vorstoß von Deutz in Richtung Verteidigungssektor zuvor deutlich positiver bewertet. Das Analysehaus stufte den Schritt als wertsteigernd ein. Die Analystengemeinde ist sich bei der strategischen Neuausrichtung des Kölner Motorenherstellers derzeit uneinig.

Aktie mit klarem Momentum

Die Deutz-Aktie schloss am Freitag bei 10,18 Euro, ein Plus von 1,50 Prozent zum Vortag. Auf Wochensicht steht ein Kursgewinn von fast 9 Prozent zu Buche, seit Jahresbeginn sind es rund 19,8 Prozent. Vom 52-Wochen-Hoch bei 12,49 Euro trennen den Titel noch knapp 18,5 Prozent.

Charttechnisch hat die Aktie zuletzt die 200-Tage-Linie zurückerobert. Damit notiert Deutz nun in kurz-, mittel- und langfristigen Aufwärtstrends – ein Signal, das viele Chartanalysten als konstruktiv werten.

Q2-Zahlen als nächster Prüfstein

Für die weitere Kursentwicklung dürften die Halbjahreszahlen am 6. August entscheidend sein. Im ersten Quartal hatte Deutz bereits überzeugt: Der Auftragseingang stieg um 41,2 Prozent auf 771 Millionen Euro. Der Konzernumsatz wuchs um 8,4 Prozent auf 530 Millionen Euro, das bereinigte operative Ergebnis verbesserte sich um 45,7 Prozent auf 37,3 Millionen Euro.

Ob Deutz diese Dynamik im zweiten Quartal bestätigen kann, entscheidet maßgeblich über die weitere Kursrichtung. Die divergierenden Einschätzungen zwischen Bernstein und Warburg Research dürften die Schwankungsbreite der Aktie in den kommenden Wochen zusätzlich erhöhen. Am 6. August liefert Deutz die nächsten konkreten Fakten – und damit die Antwort, welche der beiden Analystenmeinungen näher an der Realität liegt.

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