Deutz: Capital Fund Management erhöht Short auf 1 Prozent

Capital Fund Management stockt Leerverkauf auf. Deutz-Aktie fällt auf 8,79 Euro und notiert unter allen wichtigen Durchschnittslinien.

Die Kernpunkte:
  • Short-Position auf ein Prozent erhöht
  • Aktie fällt auf 8,79 Euro
  • Kurs unter allen Durchschnittslinien
  • Keine neuen Unternehmensmeldungen

Die Leerverkäufer nehmen Deutz stärker ins Visier. Capital Fund Management SA hat seine Netto-Leerverkaufsposition auf glatt ein Prozent erhöht. Diese Meldung trifft den Kölner Motorenbauer in einer ohnehin schwierigen Marktphase.

Die Aktie beendete den Freitagshandel bei 8,79 Euro. Auf Wochensicht summiert sich der Verlust damit auf 11,39 Prozent. Ein frischer operativer Impuls als Gegengewicht fehlt dem Papier aktuell.

Leere Nachrichtendecke

Das Management liefert im Moment keine neuen Argumente für Käufer. Die letzte offizielle Unternehmensmeldung stammt aus dem Juni. Damals verkündete Deutz eine strategische Partnerschaft mit HDC Solutions. Seitdem herrscht Ruhe an der Nachrichtenfront.

Diese Lücke nutzen professionelle Marktteilnehmer. Die Folge: Capital Fund Management SA stockte die Short-Position von zuvor 0,91 Prozent auf nun 1,00 Prozent auf. Institutionelle Investoren verkaufen dabei geliehene Aktien. Sie spekulieren auf fallende Kurse oder sichern bestehende Portfolios ab.

Chartbild trübt sich ein

Technisch ist die Lage angespannt. Der aktuelle Kurs liegt unter allen wichtigen Durchschnittslinien. Der Abstand zur 200-Tage-Linie bei 9,56 Euro beträgt knapp acht Prozent. Das Momentum der vergangenen Monate schwindet zusehends.

Der längere Zeithorizont relativiert den Absturz etwas. Seit Januar rettet die Aktie noch ein schmales Plus von 1,97 Prozent. Vom 52-Wochen-Hoch bei 12,49 Euro ist das Papier inzwischen aber deutlich abgerutscht.

Der RSI-Wert von 33,1 signalisiert derweil einen stark abgekühlten Markt. Eine automatische Trendwende nach oben lässt sich aus diesem überverkauften Niveau allerdings nicht ableiten.

Für die kommende Woche stehen zwei Faktoren im Mittelpunkt. Einerseits droht weiterer Verkaufsdruck, falls zusätzliche Short-Positionen im Bundesanzeiger auftauchen. Andererseits könnte das Unternehmen mit neuen Aufträgen gegensteuern. Ohne solche Impulse bleibt das aktuelle Kursniveau um 8,79 Euro die erste Bewährungsprobe für die Bullen.

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