Deutz: Vier-Milliarden-Ziel bis 2030

Deutz strebt bis 2030 eine Verdopplung des Umsatzes auf vier Milliarden Euro an. Zukäufe und eine neue CTO sollen die Transformation vorantreiben.

Die Kernpunkte:
  • Umsatzziel von vier Milliarden Euro
  • Operative Marge soll zehn Prozent erreichen
  • Neue CTO Katharina Krüger ab Juni
  • Aktie mit 48 Prozent Jahresplus überkauft

Umsatz verdoppeln, Profitabilität ausbauen und die Abhängigkeit vom Dieselmotor kappen. Auf der Hauptversammlung in Köln hat die Deutz AG ihre Marschroute für die kommenden Jahre zementiert. Die Aktionäre honorieren den Kurs: Mit einem Plus von knapp 25 Prozent seit Jahresbeginn gehört das Papier zu den starken Werten im Zulieferer-Segment.

Die Anteilseigner folgten dem Vorschlag der Verwaltung und beschlossen eine leicht erhöhte Dividende von 0,18 Euro je Aktie. Parallel dazu rüstet sich der Motorenbauer personell für den technologischen Wandel. Katharina Krüger übernimmt ab Juni 2026 den Posten der Chief Technology Officer (CTO). Sie soll die Transformation über den klassischen Verbrenner hinaus steuern.

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Zukäufe als Wachstumstreiber

Das Management hält an seinen ehrgeizigen Langfristzielen fest. Bis zum Ende des Jahrzehnts will der Konzern den Umsatz auf rund vier Milliarden Euro verdoppeln. Die bereinigte operative Marge soll dabei auf zehn Prozent klettern. Ein wesentlicher Hebel für diese Expansion liegt in externen Übernahmen, die laut Plan 500 Millionen Euro zum Umsatz beisteuern werden.

Flankiert wird der strategische Ausbau von einem neuen Markenauftritt, den der Vorstand in Köln offiziell vorstellte. Das operative Geschäft liefert dafür derzeit den passenden Rückenwind. Im ersten Quartal zogen die Auftragseingänge um 40 Prozent an. Der operative Gewinn verbesserte sich im gleichen Schritt um fast die Hälfte.

Heißgelaufener Aktienkurs

Analysten werten die operative Dynamik positiv. Die DZ Bank rät zum Kauf und sieht den fairen Wert bei 11,60 Euro, während Berenberg das Kursziel auf 13,00 Euro beziffert. Aktuell notiert das Papier bei 10,75 Euro.

Auf diesem Niveau zeigt der Chart allerdings Überhitzungstendenzen. Der Relative-Stärke-Index (RSI) auf 14-Tage-Sicht notiert bei fast 85 Punkten – ein klares Signal für eine überkaufte Situation. Auf Sicht von zwölf Monaten steht bereits ein satter Kursgewinn von gut 48 Prozent zu Buche.

Für die kommenden Monate verlagert sich der Fokus auf die operative Umsetzung. Das Management muss nun beweisen, dass es passende Übernahmekandidaten findet und integriert, um die anvisierten Skaleneffekte zu realisieren. Spätestens mit dem Amtsantritt der neuen Technikchefin Krüger rückt dann auch die Neuausrichtung des Produktportfolios jenseits des Diesels endgültig in den Mittelpunkt.

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