DF Deutsche Forfait in höchster Not

Der Exportfinanzierer hat einen fast schon verzweifelten Hilferuf an seine Anleihengläubiger ausgesandt. Grundtenor: Wenn sich nicht genügend Anleihenbesitzer finden, die ihre Anleihen zum schon avisierten Rückkauf anbieten, muss die Gesellschaft aufgrund der weiterhin ungedeckten Eigenkapitallücke mit hoher Wahrscheinlichkeit die Insolvenz beantragen.

 

© Pixabay
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DF Deutsche Forfait steht nun wirklich am Abgrund. Denn obwohl der Sanierungsplan nach unserer Einschätzung Hand und Fuß hatte und eine Restrukturierung aufgrund der insgesamt positiven Geschäftsaussichten auch sinnvoll erschien, steht das Unternehmen nun kurz vor dem Aus.

Schuld daran ist die missglückte Barkapitalerhöhung, wo nur rund 45% der angebotenen Aktien platziert werden konnte. Damit fehlen im Sanierungskonzept eingeplante 6 Mio. Euro. Weiteres Problem: Die Barkapitalerhöhung wird nur ins Handelsregister eingetragen, wenn die ebenfalls durchgeführte Sachkapitalerhöhung eingetragen wird. Doch deren Eintragung setzt eine Mindeststärkung des Eigenkapitals voraus, die eben durch die Barkapitalerhöhung erreicht werden sollte. Ein klassischer Teufelskreis.

Deutsche Forfait hatte entsprechend versucht, mit Banken und Investoren über eine anderweitige Schließung der Eigenkapitallücke zu verhandeln. Bislang jedoch ohne Ergebnis. Letzte Hoffnung war so ein Rückkaufangebot für die Anleihe mit Hilfe von Investorengeldern, was einen außerordentlichen Ertrag und damit möglicherweise die geforderte Stärkung des Eigenkapitals erreicht hätte.

Doch bislang haben zu wenige Anleihengläubiger angeboten, ihre Anleihen zurückzugeben. Deshalb nun der Aufruf des Unternehmens, dass sich verkaufswillige Anleihenbesitzer bis spätestens Sonntag, den 27. September auf der Internetseite entsprechend anmelden. Ansonsten, so DF Deutsche Forfait, müsse wohl ein Insolvenzverfahren beantragt werden.

 

Hier geht es zur Pressemitteilung…

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