DHL Aktie: Goldman dreht an der Schraube

Goldman Sachs hebt Prognosen für DHL Express an, während der Konzern eigene Aktien zurückkauft. Analysten sehen Aufwärtspotenzial.

Die Kernpunkte:
  • Goldman Sachs erhöht Kursziel auf 54 Euro
  • Analyst sieht Aufwärtspotenzial bei neutralem Votum
  • DHL kauft weiter eigene Aktien zurück
  • Rückkaufprogramm signalisiert attraktive Bewertung

Goldman Sachs hat sein Kursziel für DHL Group heute auf 54 Euro angehoben — und der Logistikkonzern kauft derweil fleißig eigene Aktien zurück. Zwei Entwicklungen, die in die gleiche Richtung zeigen.

Analysten über dem Konsens

Analyst Patrick Creuset von Goldman Sachs schraubt seine Erwartungen für das Express-Geschäft weiter nach oben. Sowohl für das zweite Quartal als auch für das Gesamtjahr 2026 liegen seine Prognosen über dem Marktdurchschnitt. Die Einstufung bleibt bei „Neutral“ — das neue Ziel von 54 Euro signalisiert jedoch, dass Creuset weiteres Aufwärtspotenzial sieht, ohne sich bereits für ein klares Kaufvotum zu entscheiden.

Kein Wunder, dass Anleger die Einschätzung aufmerksam verfolgen: Ein Analysenhaus, das den Konsens übertrifft und trotzdem neutral bleibt, lässt Raum für Interpretation.

Rückkaufprogramm läuft weiter

Parallel dazu veröffentlichte Deutsche Post AG die reguläre Meldung zu ihrem laufenden Aktienrückkaufprogramm. Am 22. Juni wurden insgesamt 186.075 Aktien an vier Handelsplätzen erworben — Xetra, CBOE Europe, Turquoise Europe und Aquis Europe — zu einem Durchschnittspreis von rund 51,37 Euro. Der Kurswert belief sich auf knapp 9,6 Millionen Euro.

Seit Programmstart am 2. April 2026 hat das Unternehmen damit insgesamt mehr als 5,1 Millionen eigene Aktien zurückgekauft. Das Programm läuft planmäßig weiter und setzt ein strukturelles Zeichen: Management und Aufsichtsrat halten die Aktie auf diesem Niveau für attraktiv bewertet.

Konsistentes Bild

Das Zusammenspiel aus angehobenen Analystenschätzungen und einem aktiven Rückkaufprogramm zeichnet ein konsistentes Bild. Goldman traut dem Express-Geschäft mehr zu als der Markt — und das Unternehmen selbst investiert systematisch in die eigene Aktie. Ob der Kurs diesen Rückenwind nutzt, hängt maßgeblich davon ab, ob die Quartalszahlen für Q2 2026 die erhöhten Erwartungen auch tatsächlich einlösen.

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