DHL Group Aktie: Capital Group unterschreitet 3-Prozent-Schwelle
Capital Group unterschreitet bei DHL Group drei Prozent, während die Aktie zulegt und der Konzern seine elektrische Zustellflotte weiter ausbaut.

- Capital Group hält noch 2,93 Prozent
- DHL-Aktie gewinnt 2,8 Prozent
- 40.000 Elektrofahrzeuge bundesweit im Einsatz
- 44.400 eigene Ladepunkte betrieben
Die US-Investmentgesellschaft Capital Group hat ihre Beteiligung an der DHL Group verringert. Wie aus einer offiziellen Stimmrechtsmitteilung hervorgeht, fiel der Anteil der Gesellschaft am vergangenen Donnerstag unter die meldepflichtige Schwelle von drei Prozent auf 2,93 Prozent. Dem traditionsreichen Vermögensverwalter mit Sitz in Los Angeles werden damit noch 33,7 Millionen Stimmrechte an dem Bonner Logistikkonzern zugerechnet.
Solche Anteilsreduzierungen durch globale Vermögensverwalter verunsichern Anleger an den Finanzmärkten zuweilen, da sie Fragen nach der künftigen Ertragsstärke aufwerfen. Im Falle des Bonner Logistikers überwog am Parkett jedoch die Gelassenheit. Die Aktie zeigte sich unbeeindruckt von dem Teilrückzug des Großinvestors und konnte sich im allgemein freundlichen Branchenumfeld problemlos behaupten.
Kurs spiegelt Markterwartungen wider
Am heutigen Montag legte die Aktie um 2,8 Prozent auf 57,42 Euro zu. Mit einer Marktkapitalisierung von 64,85 Milliarden Euro zählt der Logistikkonzern weiterhin zu den bedeutenden Schwergewichten im deutschen Leitindex.
Das gegenwärtige Bewertungsniveau bewegt sich damit nahe an den Schätzungen der Marktbeobachter, die mehrheitlich zu einer abwartenden Haltung raten. Nach dem deutlichen Gewinnsprung im zweiten Quartal, über den vor gut drei Wochen berichtet wurde, scheint ein Großteil der operativen Erholung bereits eingepreist zu sein.
Neue richtungsweisende Impulse für das Fracht- und Expressgeschäft erwarten die Marktteilnehmer erst wieder mit der anstehenden Vorlage des nächsten Quartalsberichts Anfang November.
Ausbau der elektrischen Zustellflotte
Parallel zu den Verschiebungen im Aktionärskreis treibt das Management die nachhaltige Modernisierung des operativen Netzes voran. Anlässlich des internationalen Branchenaktionstages Green Postal Day verwies das Unternehmen auf seine mittlerweile 40.000 Elektrofahrzeuge in der bundesweiten Zustellung.
Zur Versorgung dieser Flotte betreibt der Konzern 44.400 firmeneigene Ladepunkte. Zudem ergänzen 50 schwere E-Lkw den Fuhrpark im Brief- und Pakettransport.
Die kontinuierliche Umrüstung des Straßentransports bildet ein Kernstück der langfristigen Nachhaltigkeitsstrategie. Post- und Expressdienstleister stehen weltweit unter spürbarem Druck von Geschäftskunden, präzise Emissionsdaten für deren Lieferketten nachzuweisen.
Für den Konzern zahlt sich die Vorreiterrolle bei alternativen Antrieben doppelt aus, da sie neben der Senkung des Treibhausgasausstoßes auch lukrative Firmenkundenverträge im wachsenden Online-Handel absichert.
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