Diageo: 0,3% Wachstum übertrifft Erwartungen
Diageo meldet überraschendes organisches Umsatzwachstum von 0,3 Prozent im dritten Quartal, während der US-Markt weiterhin deutliche Einbußen verzeichnet.

- Organisches Umsatzplus von 0,3 Prozent
- Aktie steigt um rund vier Prozent
- Starke Nachfrage nach Guinness in Europa
- US-Tequila-Geschäft mit zweistelligen Rückgängen
Die Erwartungen waren niedrig, das Ergebnis fällt besser aus als befürchtet. Diageo meldet für das dritte Quartal ein organisches Umsatzplus von 0,3 Prozent. Analysten hatten im Vorfeld mit einem Rückgang von 2,3 Prozent gerechnet.
An der Börse sorgt die Nachricht für Erleichterung. Die Aktie klettert um rund vier Prozent auf 17,98 Euro. Damit erholt sich das Papier ein Stück weit von den deutlichen Verlusten der vergangenen zwölf Monate.
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Starke Nachfrage in Europa und Afrika
In Europa, Lateinamerika und Afrika verzeichnete der Konzern ein hohes einstelliges Wachstum. Besonders die Marke Guinness profitierte von einer starken Nachfrage in Großbritannien und Irland. Vorabverkäufe für die anstehende Weltmeisterschaft kurbelten das Geschäft zusätzlich an. Der berichtete Nettoumsatz stieg insgesamt auf 4,48 Milliarden Dollar.
Herausforderungen im US-Markt
Nordamerika bleibt die größte Baustelle für Konzernchef Dave Lewis. Der organische Umsatz brach dort um 9,4 Prozent ein. Lewis bezeichnete die Region als die aktuell größte Herausforderung für das Unternehmen.
Vor allem das Tequila-Segment schwächelt massiv. In diesem Bereich verzeichnete Diageo zweistellige Rückgänge. Das Management reagiert nun mit strategischen Preisanpassungen, unter anderem bei der Marke Casamigos. Diese Maßnahmen sollen die Nachfrage im wichtigen US-Markt wieder ankurbeln.
Fokus auf Effizienz und neue Segmente
Lewis richtet den Fokus verstärkt auf trinkfertige Mixgetränke, sogenannte Ready-to-Drink-Cocktails. In diesem wachsenden Markt verlor Diageo über Jahre massiv an Boden. Der Marktanteil sank von 25 Prozent im Jahr 2008 auf zuletzt unter 10 Prozent.
Das Sparprogramm „Accelerate“ soll die Kostenstruktur nachhaltig verbessern. Bis zum Ende des Geschäftsjahres peilt das Unternehmen Einsparungen von rund 300 Millionen Dollar an. Diese Mittel sollen helfen, die Marktanteile in den Kernkategorien zu stabilisieren.
Für das Gesamtjahr 2026 bleibt der Vorstand bei seiner Prognose. Er erwartet einen Rückgang des organischen Nettoumsatzes um zwei bis drei Prozent. Das operative Ergebnis soll sich derweil stabil bis leicht positiv entwickeln.
Im August plant das Management ein Strategie-Update mit Details zum langfristigen Umbau. Das Unternehmen setzt die Dividende auf 20 Cent je Aktie fest. Der Fokus liegt nun auf der Neuausrichtung im Spätsommer.
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